Baselbieter Bienen von Sauerbrut-Seuche heimgesucht

Zum weltweiten Bienensterben kommt im Baselbiet eine weitere Plage dazu: die Seuche Sauerbrut. Dieses Bakterium befällt Bienenmaden, woran ganze Bienenvölker sterben können. Um Binningen und Allschwil wurden deshalb Sperrzonen eingerichtet.

Eine Biene landet auf einer Blume.

Bildlegende: Die Sauerbrut kann ganze Bienenvölker dahinraffen. Colourbox

Diese Sperrzonen haben einen Radius von rund einem Kilometer. Sie betreffen nicht die Bevölkerung, sondern jene, die eng mit Bienen zu tun haben: Imkerinnen und Imker.

Innerhalb dieser Sperrzonen ist es verboten Material – wie etwa Honig – zwischen den einzelnen Bienenstöcken auszutauschen. Dieses übertrage nämlich oft die Seuche Sauerbrut. So hofft der Baselbieter Kantonstierarzt, Ignaz Bloch, das Problem in den Griff zu bekommen: «Wenn wir das konsequent umsetzen, können wir die Seuche in gut einem Monat besiegen.» Die Gefahr, dass sich Bienen gegenseitig mit der Seuche anstecken sei gering. Denn in der Regel würden Bienen nicht in fremde Bienenstöcke fliegen, sagt Bloch. Da in Allschwil und Binningen aber bereits einige Bienenstöcke befallen waren, mussten 15 Bienenvölker getötet werden.

Die Bienenseuche sei für Mensch und Umwelt nicht schädlich. Auch zwischen dem weltweiten Bienensterben und der Sauerbrut gäbe es kaum einen direkten Zusammenhang.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)