Baselbieter Bürgerliche treten mit vier Kandidaten an

CVP, FDP und SVP sollen bei den Baselbieter Regierungsratswahlen von 2015 mit ihren drei Bisherigen sowie einem vierten Kandidaten antreten: Das wollen die Parteispitzen ihren Parteitagen vorschlagen. Für die Ständeratswahlen soll gemäss der Absprache zudem ein FDP-Kandidat portiert werden.

Pegoraro und Lauber reden miteinander

Bildlegende: Kandidaten der Bürgerlichen: Baudirektorin Sabine Pegoraro und Finanzdirektor Anton Lauber Keystone

Die Präsidien von CVP, FDP und SVP hätten in Gesprächen ein gemeinsames Vorgehen für die Wahlen vom 8. Februar 2015 vorbereitet, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Dienstag.

Entsprechende Vorschläge wollen sie ihren Nominationsparteitagen im August vorlegen. Ins Rennen steigen sollen die Bürgerlichen dabei mit ihren drei Bisherigen: Finanzdirektor Anton Lauber (CVP), Baudirektorin Sabine Pegoraro (FDP) sowie Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor Thomas Weber (SVP).

Zudem sei beschlossen worden, eine gemeinsame vierte Kandidatur vorzubereiten und ebenfalls den Parteitagen vorzuschlagen. Wer der vierte Kandidat oder die vierte Kandidatin ist, ist noch offen - ebenso welche Partei ihn oder sie stellen darf. SVP-Parteipräsident Oskar Kämpfer: «Der Kandidat ist derjenige, der aus den Reihen der FDP und der SVP die besten Chancen auf eine Wahl hat.» Für die CVP steht schon länger fest, dass sie neben Anton Lauber, dessen Wahl als sicher gilt, keine zweite Kandidatur stellen will.

Die bürgerlichen Parteien ringen seit längerem um eine Wahlstrategie im Baselbiet. So hielt sich die CVP lange Zeit zurück mit einem Bekenntnis zu einer Zusammenarbeit mit der FDP und der SVP. Die Strategie muss nun noch von den Parteien an der Basis abgesegnet werden. Dies solle an den Parteiversammlungen nach den Sommerferien geschehen.

Strategie für eidgenössische Wahlen noch offen

Offen gelassen wurde das Vorgehen bei den Nationalratswahlen im Herbst des nächsten Jahres. In der aktuellen Vereinbarung heisst es dazu nur: Es sei abgemacht worden, dass «sämtliche Listenverbindungen dazu dienen, die bürgerlichen Nationalratsmandate zu sichern und auszubauen».

Für die Ständeratswahlen vom 18. Oktober haben die Parteispitzen beschlossen, gemeinsam eine FDP-Kandidatur zu unterstützen. Diese soll den seit 2007 von Claude Janiak (SP) gehaltenen Sitz erobern.