Baselbieter entscheiden über die Zukunft der Schlösser

Am 3. März stellt das Baselbieter Stimmvolk die Weichen für die Zukunft der Schlösser Wildenstein und Bottmingen. Die Baselbieter Regierung wollte die beiden Schlösser im Rahmen des Sparprogramms verkaufen - dagegen regte sich Widerstand.

Schloss Wildenstein mit Burgfried

Bildlegende: Das Schloss Wildenstein mitten im Wald oberhalb von Bubendorf Paul Menz

Zur Abstimmung kommen die Initiative «Ja zu Wildenstein und Schloss Bottmingen»  und ein Gegenvorschlag der Baselbieter Regierung. Die im Juni 2012 eingereichte Initiative will, dass der Kanton die Schlösser Wildenstein und Bottmingen dauerhaft erhält und deren öffentliche Zugänglichkeit garantiert. Im Initiativkomitee mit dabei sind auch verschiedene ehemalige Regierungsmitglieder, zum Beispiel Elsbeth Schneider, die davor warnen, dass der Kanton sein Tafelsilber verhökert.

Von Verhökern könne keine Rede sein, argumentiert auf der andern Seite das Komitee für den Gegenvorschlag. Denn dieser sieht vor, dass die Schlösser im Baurecht einer neuen Trägerschaft übertragen werden.

 Damit würde der Kanton durch die wegfallenden Unterhaltskosten um etwa 20 Millionen in den kommenden zehn Jahren entlastet, so die Argumentation des Komitees. Die Zugänglichkeit soll über Auflagen gewährleistet werden.

Der Landwirtschaftsbetrieb Wildenstein würde jedoch ebenfalls an eine Stiftung verkauft, da das bäuerliche Bodenrecht keine Lösung im Baurecht zulässt. Der Kanton sichert sich aber das Vorkaufsrecht, falls das Gut später wieder einmal zum Verkauf stehen sollte.

Falls der Gegenvorschlag angenommen wird, gibt es bereits konkrete Pläne für Wildenstein. Für das Schloss würde die Basellandschaftliche Kantonalbank eine Stiftung mit 10 Millionen Franken dotieren. und das Schlossgut würde von der Christoph Merian Stiftung CMS übernommen. Noch keine konkreten Pläne gibt es für Schloss Bottmingen.

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