Baselbieter Landratspräsidentin: «Nichts falsch gemacht»

In regelmässigen Abständen wurden in den letzten Tagen Anschuldigungen und Vorwürfe gegen die Landratspräsidentin Daniela Gaugler (SVP) publik. Nun nimmt sie erstmals in einem ausführlichen Interview Stellung. Sie sagt: «Ich kann die vielen Vorwürfe nicht nachvollziehen.»

Portrait Gaugler

Bildlegende: Schliesst einen Rücktritt aus: Landratspräsidentin Daniela Gaugler zvg

Es ist in den vergangenen Tagen ein regelrechter Mediensturm über Daniela Gaugler eingebrochen. Jeden Tag gibt es neue Vorwürfe gegen die Landratspräsidentin. Im Zentrum steht dabei vor allem ein Verdacht: Daniela Gaugler halte mit ihrem Bed & Breakfast in Lausen das Gesetz nicht ein.

Das Bed & Breakfast steht in der Gewerbezone. Für den Gastbetrieb hat Daniela Gaugler eine Genehmigung. In Tat und Wahrheit, so der Vorwurf, vermiete sie jedoch Wohnungen und Zimmer langfristig an Mieter. Dies wäre jedoch in der Gewerbezone nicht erlaubt.

Im Interview mit dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF dementiert Daniela Gaugler, dass sie mit ihrem Bed & Breakfast die Behörden täusche. «Natürlich nicht.» Der laufenden Untersuchung des Bauinspektorats blicke sie gelassen entgegen. «So viel ich weiss, gibt es kein Gesetz, das besagt, wie lange ein Gast ein Zimmer belegen darf.» Sie habe daher das Gesetz eingehalten.

Ein Rücktritt als Landratspräsidentin sei für sie kein Thema – auch wenn ihr das Bauinspektorat Fehler nachweisen würde. «Den Bettel einfach hinzuwerfen würde nicht meinem kämpferischen Naturell entsprechen.»

Der ganze Mediensturm geht Daniela Gaugler jedoch sichtlich an die Nieren. Vor allem, dass private Dinge wie ein Erbschaftsstreit nun in der Öffentlichkeit ausgetragen werden, schmerzt sie. «Die täglich neuen Unterstellungen und Respektlosigkeiten tun mir weh.» Es sei für sie und ihre Familie eine schwierige Zeit.

(Regionaljournal Basel, 17:30)