Baselbieter Politiker besorgt wegen Wirren am Bruderholzspital

Die Turbulenzen am Bruderholzspital beschäftigen auch Baselbieter Politikerinnen und Politiker von links und rechts. Die Baselbieter SP forderte am Dienstag eine Neuzusammensetzung des Spitalverwaltungsrats; der Präsident der SVP wiederum äussert Verständnis für die Sorgen von links.

Blick aufs Bruderholzspital

Bildlegende: Über die Turbulenzen am Bruderholzspital sorgen sich Baselbieter Politikerinnen und Politiker links und rechts. Keystone

«Der jüngste Abgang von fünf hochqualifizierten Ärzten und Persönlichkeiten am Bruderholz ist höchst bedauerlich und darf sich in diesem Fall nicht wiederholen», schrieb die SP Baselland am Dienstag. Mit dem Abgang der Orthopäden gehe viel Wissen verloren, und die Betreuung der Patientinnen und Patienten leide.

Ruhe ins verselbstständigte Spital will die Baselbieter SP nun mit einer Kurskorrektur an der Spitze des Betriebs bringen: Der Spitalverwaltungsrat müsse neu zusammengesetzt werden, fordert die SP. Die Baselbieter Regierung solle nicht mehr im Oberaufsichtsorgan vertreten sein, dafür Hausärzte und Pflegefachleute, die bisher nicht vertreten seien. Ähnlicher Meinung sind die Baselbieter Grünen.

SVP-Chef: «Fokus zu stark auf Zahlen»

Nichts ändern an der heutigen Struktur des Kantonsspitals Baselland (KSBL) mit seinen Standorten Bruderholz, Liestal und Laufen wollen FDP und CVP.

Die SVP hingegen möchte den Leistungsauftrag des KSBL neu diskutieren: Zurzeit sei der Spitalbetrieb zu stark auf betriebswirtschaftliche Daten und zu wenig auf die Fähigkeiten guter Mitarbeiter ausgerichtet, kritisiert SVP-Präsident Oskar Kämpfer gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.