Baselbieter Polizei ist komplett

Die Baselbieter Polizei hat ihren Sollbestand Ende 2015 erreicht und kann deshalb in nächster Zeit auch auf die Ausbildung neuer Polizistinnen und Polizisten verzichten. Sicherheitsdirektor Isaac Reber (Grüne) nahm am Donnerstag im Landrat Stellung zu der umstrittenen Sparmassnahme.

Polizeiauto unterwegs

Bildlegende: Die Baselbieter Polizei ist in einer komfortablen Situation zvg Polizei BL

Die Baselbieter Polizei ist in einer komfortablen Situation. Während andere Kantone versuchen, mit Inseraten und Werbefilmen junge Leute für die Polizeiausbildung zu gewinnen, heisst es in Baselbiet: Wir sind ausgebucht. Sicherheitsdirektor Isaac Reber sagte am Donnerstag im Landrat in der Antwort auf einen Vorstoss, dass der Sollbestand des Korps Ende 2015 erreicht sei.

Es mache deshalb keinen Sinn mehr, neue Polizisten auszubilden, so Reber. Deshalb könne sich auch die Kosten für die nächsten beiden Ausbildungslehrgänge sparen und auf diese verzichten.

Die Baselbieter Polizei will jedoch nicht nur auf die Ausbildung in nächster Zeit verzichten, sondern generell auch keine ausgebildeten Polizistinnen und Polizisten aus anderen Kantonen mehr anstellen. «Wir werden in nächster Zeit nur Stellen für Spezialisten extern ausschrieben», sagte Reber. Auf andere Kantone habe die Streichung der Ausbildungslehrgänge deshalb keine Auswirkungen.

Angst vor Abwerbung in Basel-Stadt

Die Streichung von zwei Ausbildungslehrgängen machte diese Woche «Telebasel» publik. In Basel-Stadt gab es daraufhin von Politikern Befürchtungen, dass wegen der Diskussion rund um die Streichung von Zulagen nun im grossen Stil Polizisten ins Baselbiet abwandern könnten. Reber gab selbstkritisch zu, er habe nicht erwartet, dass der Entscheid ein dermassen grosses Echo auslösen würde.

(Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr)