Baselbieter Schlösser bleiben beim Kanton

Die Baselbieter Stimmbevölkerung sagt mit rund 60 Prozent Ja zur Schloss-Initiative. Damit bleiben die Schlösser Wildenstein und Bottmingen vollumfänglich beim Kanton. Der Gegenvorschlag brachte es auf knapp 50 Prozent.

Schloss Wildenstein im Sonnenlicht.

Bildlegende: Bleibt vollumfänglich im Besitz des Kantons: Schloss Wildenstein bei Bubendorf. Paul Menz

Die Initiative «Ja zu Wildenstein und Schloss Bottmingen» wurde mit 46'558 zu 30'677 Stimmen gutgeheissen. Knapp abgelehnt wurde dagegen mit 36'781 zu 36'882 Stimmen ein Gegenvorschlag von Regierung und Landratsmehrheit, der die Abgabe der Schlösser an eine Stiftung vorsah. Die Stimmbeteiligung lag bei 45 Prozent.

Die 2012 eingereichte Initiative fordert den dauerhaften Erhalt der Schlösser durch den Kanton und die Garantie der öffentlichen Zugänglichkeit. Dagegen wollte die Regierung Schloss Wildenstein im Baurecht an eine Stiftung der Baselbieter Kantonalbank abgeben und das dazugehörige Hofgut an die Christoph Merian Stiftung in Basel verkaufen. Damit wollte sie jährlich 700'000 Franken im Staatshaushalt einsparen.

Klares Ja zur Gasttaxe

Mit 52'285 zu 23'935 Stimmen angenommen wurde eine Verfassungsänderung zur Einführung einer Gasttaxe im Kanton. Diese soll pro Übernachtung und Gast 3.50 Franken betragen und unter anderem die Finanzierung vom Gratis-Mobility-Tickets für Gäste erlauben, wie dies schon der Nachbarkanton Basel-Stadt tut. Die Vorlage war praktisch unbestritten.