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Basel Baselland Baselbieter SP will Urs Wüthrich zum Weiterregieren überreden

Bildungsdirektor Urs Wüthrich hat letzte Woche gesagt, er wolle möglicherweise schon dieses Jahr zurücktreten - und nicht erst auf Ende der Legislatur. Seine Partei ist darüber nicht erfreut. SP-Präsidentin Pia Fankhauser will ihren Regierungsrat daher ins Gebet nehmen.

Der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich.
Legende: Tritt er vorzeitig zurück oder nicht? Der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich hat sich noch nicht entschieden. Keystone

Urs Wüthrich meint es ernst. Auch drei Tage nach seiner Aussage, er überlege sich einen vorzeitigen Rücktritt aus dem Regierungsrat, hat er seine Meinung nicht geändert: Für Urs Wüthrich ist ein baldiger Rücktritt denkbar. Bevor er eine Entscheidung fällt, spricht er aber noch mit seiner Partei. Das erste Gespräch findet am Montagabend statt.

Dabei ist klar: Pia Fankhauser, Parteipräsidentin der Baselbieter SP, will nicht, dass Urs Wüthrich vorzeitig aus dem Amt scheidet: «Ich setze mich dafür ein, dass Urs Wüthrich das Amt bis im nächsten Jahr ausübt.» Für die Sitzung der Parteiführung am Montagabend zeigt sie sich zuversichtlich: «Ich bin ein optimistischer Mensch und hoffe, meine Überzeugungskraft ist gross genug.»

Landeskanzlei hätte viel zu tun

Bei einem sofortigen Rücktritt von Urs Wüthrich wäre die Landeskanzlei bei der Organisation der Wahl gefordert. Laut Nic Kaufmann, dem Zweiten Landschreiber, würde die Ersatzwahl voraussichtlich am 28. September stattfinden. Und weil vorher noch Sommerferien sind, hätten die Parteien kaum Vorbereitungszeit. Die Wahlen später anzusetzen, ist aber auch keine realistische Option, denn Anfang 2015 finden die Gesamterneuerungswahlen statt.

Sollte Urs Wüthrich vorzeitig zurücktreten, dann droht dem Baselbieter Stimmvolk in den nächsten Monaten eine Flut von Wahlen. Zuerst Ersatzwahlen, dann allfällige Nachwahlen (2. Wahlgang) und die Gesamterneuerungswahlen.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Nico Basler, Basel
    Irgendwie kann ich ihn ja verstehen. Ich hätte schon lange genug, mir als Regierungsrat des Schwellenlandes BL von diesen kläffenden Wadenbessern mit ihren nicht zielführenden Partikular-Intressen ans Bein pinkeln zu lassen. So fürstlich ist dieser Job auch wieder nicht dotiert.
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