Baselbieter Spitalanstieg wegen den alten Leuten

Im Kanton Baselland sind die Spitalkosten in den letzten Jahren massiv angestiegen. Jetzt hat das statistische Amt untersucht, auf wessen Konto der Anstieg der Spitalaufenthalte geht. Es ist die Altersklasse der über 80-Jährigen, die immer häufiger ins Spital gehen.

Zwei Pflegefachfrauen helfen einer Patientin aus dem Bett

Bildlegende: Die Pflege hochbetagter Patienten ist intensiv. Keystone

Um acht Prozent haben die Spitalaufenthalte der Baselbieter Bevölkerung von 2011 bis 2014 zugenommen. Dies hat das statistische Amt des Kantons Baselland ausgerechnet. Diese Zunahme verteilt sich sehr ungleich: Während die Bevölkerung im Durchschnitt kaum häufiger ins Spital ging, sieht dies bei den über 80-Jährigen ganz anders aus: Unterdessen begeben sich im Verlaufe eines Jahres 63 pro hundert über 80-Jährige in eine Spital. Im Jahr 2011 waren es noch 56 pro 100.

Für Corinne Hügli, stellvertretende Leiterin des statistischen Amts, gibt es dafür zwei Erklärungen:

  • Der Zahl der über 80-Jährigen nehme zu.
  • Gleichzeitig steige die Lebenserwartung der über 80-Jährigen.

Die Statistikerin spricht denn auch von einem doppelten Alterungseffekt der Bevölkerung: «Je älter die Leute sind, desto häufiger werden sie chronisch krank und müssen ins Spital», sagt Corinne Hügli. Wie stark sich diese Zunahme auf die Spitalkosten niederschlägt, kann die Statistikerin aber nicht sagen. Inzwischen bezahlt der Kanton Baselland über 350 Millionen Franken an die Spitalkosten der Baselbieter Bevölkerung. In den letzten Jahren stieg dieser Anteil jedes Jahr um einen zweistelligen Millionenbetrag und riss ein tiefes Loch in die Kasse des Kantons.