Baselbieter und Basler Ärzte warnen vor Unterversorgung

Nach dem Leimentaler Ärzteverein warnt nun auch der regionale Verband der Assistenz- und Oberärzte vor einer medizinischen Unterversorgung im Unteren Baselbiet. Insbesondere befürchtet der Verband, die Ärzte könnten das Bruderholz-Spital in Scharen verlassen.

Bruderholz-Spital

Bildlegende: Gegen die Schliessung des Bruderholz-Spitals regt sich Widerstand unter den Ärztinnen und Ärzten der Region. SRF

Die Ärztinnen und Ärzte der Region Basel sind besorgt über die Pläne der Regierungen für das Bruderholz-Spital. Dies schreibt die Baselbieter und Basler Sektion des Verbands Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte (VSAO) in einer Medienmitteilung. Laut eigenen Angaben vertritt die Sektion gut 2300 Mitglieder.

Claudia von Wartburg, die Geschäftsführerin der regionalen Sektion des VSAO, ist besonders beunruhigt über die fehlende Involvierung der Ärzte in die Planung: «So nimmt man einen Exodus der Ärzte aus dem Bruderholz-Spital in Kauf. Wenn alle Ärzte auf einmal gehen, droht ein vorzeitiges Ende des Bruderholz-Spitals und damit eine Unterversorgung des Unteren Baselbiets.» Dies könne wiederum zu einer Überbelastung der restlichen Spitäler in der Region führen.

Das Bruderholz-Spital soll im Zuge der Gründung einer gemeinsamen Spitalgruppe für die öffentlichen Spitäler beider Basel geschlossen werden. An seiner Stelle will die Regierung eine Tagesklinik für operative Eingriffe bauen.