Baselland wirbt mit lauter Anglizismen für Wirtschaftsoffensive

Welcome-Desk, Key Account Management oder Inspiration for Business, mit diesen Anglizismen warb Anfangs Juli die Baselbieter Regierung für ihre Wirtschaftsoffensive. Braucht es das Englische wirklich als fünfte Landessprache?

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Bildlegende: Die Baselbieter Wirtschaftsoffensive setzt auf Anglizismen zvg

Von «Spirit», war die Rede, und von «Inspiration for Business», ein Welcome-Desk soll errichtet und ein Controlling-Instrument installiert werden. Mit solchen Anglizismen warf die Baselbieter Regierung um sich, als sie anfangs Juli ihre Wirtschaftsoffensive vorstellte.

Vermutlich wolle die Regierung der Wirtschaftsoffensive einen globalen Anstrich geben. Dies sagt David Schärer, Mitinhaber der rod-kommunikation in Zürich. Seine Agentur kreiert Kampagnen unter anderem für die SBB, für Google oder für Automarken. Vor einiger Zeit machte sie sich einen Namen mit ihrer Kampagne «slow down - take it easy», die für einen entschleunigten Strassenverkehr warb.

Heute könne man aber durchaus wieder mit der eigenen Sprache punkten, meint David Schärer weiter. Denn in einer Zeit, in der Vieles im Wandel ist, würden sich viele Leute wieder mit der Heimat verbunden fühlen und sich gerne schweizerisch geben.

Das wäre ganz im Sinne des Sachbuchautors Hans A. Jenny aus dem Baselbiet. Er plädiert für mehr Stolz auf die eigene Sprache. Und wenn schon englische Ausdrücke gebraucht werden müssten, sollten sie doch erklärt werden. Denn viele würden nur so tun, als ob sie alles verstehen würden.