Basels alternative Währung mit Startschwierigkeiten

Die Idee hinter dem alternativen Geld «Netzbon» ist einfach: Damit kann nur in lokalen Läden eingekauft werden. So soll das regionale Gewerbe gestärkt werden. Doch auch zehn Jahre nach der Lancierung, harzt das Geschäft immer noch.

Ein Bon der Genossenschaft Soziale Önomie

Bildlegende: Statt mit Geld bezahlt man mit einem Bon. zvg

Ein Kunde kauft bei einem Bäcker Brot, bezahlt statt mit Geld mit einem «Netzbon». Der Bäcker nimmt diesen Bon und kauft damit in einem lokalen Laden Mehl. Das ist die Idee hinter der alternativen Währung.

Lanciert wurde die alternative Währung vor zehn Jahren von der Genossenschaft «Netz Soziale Ökonomie». Anfangs waren dem Netzwerk dreissig Betriebe angeschlossen, in der Zwischenzeit sind es 120.

Startschwierigkeiten halten an

Doch das alternative Geld hat auch noch zehn Jahre nach der Lancierung Kinderkrankheiten. Viele kleinere Betriebe, welche sich zu Beginn aus Interesse dem Netzwerk angeschlossen haben, beklagen sich: «Ich weiss nicht wie ich die Netzbons wieder loswerden soll», sagt etwa Yvonne Klauser vom Teehaus in Binningen.

Ihr pflichtet Gaudenz Tschurr von der Birsigbuchhandlung in Binningen bei. «Das Netzwerk ist zu klein.» Dessen ist sich auch die Genossenschaft bewusst: Zum 10-Jahre-Jubiläum seien «Modernisierungen im Gang», sagt Keren Wernli von «Netz Soziale Ökonomie». So soll die Attraktivität von «Netzbon» gesteigert werden, zum Beispiel können neu auch Eintrittskarten des Theater Basel mit «Netzbon» bezahlt werden.

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