«Baselworld» wird zum Härtetest im Kampf gegen Lohndumping

Die Uhren- und Schmuckmesse muss zeigen, ob die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit funktionieren. Weil die Standbauer neu dem Schreiner-Gesamtarbeitsvertrag unterstehen, sind rund tausend Kontrollen nötig.

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Gemeinsame Kontrolle

3:18 min, aus Schweiz aktuell vom 12.3.2013

Die Baselworld findet erstmals im neuen Basler Messezentrum statt.

Bildlegende: Die Baselworld findet erstmals im neuen Basler Messezentrum statt. SRF

Die Messe Schweiz und die Sozialpartner haben sich für die «Baselworld», die am 25. April beginnt, zusammengerauft. Für die  Baselworld im neuen Messezentrum werden jetzt neue Messestände gebaut - oft im Einfamilienhausformat. Neu gilt für die Standbauer der Schweizer Schreiner-Gesamtarbeitsvertrag. 1400 Aussteller lassen 7000 Sattelschlepper Material anfahren, wie es am Dienstag vor den Medien hiess.

Man erwarte während des siebenwöchigen Messeaufbaus rund 20'000 Standbauarbeiter, darunter mehrere tausend Selbständige. 1200 der Aussteller kommen aus dem Ausland, entsprechend wohl auch Standbauer.

Messe beteiligt sich finanziell an Kontrollen

Die Messe Schweiz hatte nach dem Entscheid des Bundesrats für einen Gesamtarbeitsvertrag alle Aussteller informiert. In den Hallen kontrollieren muss die Baustellenkontrolle Basel im Auftrag der paritätischen Kommission der Sozialpartner - was sie überfordern würde.

Die Messe stellt daher bis zu 240'000 Franken bereit für zusätzliche Kontrolleure. Zudem stellt die Messe für Streitfälle, bei denen Arbeitenden Gelder vorenthalten werden, sowie für nicht einholbare Strafen bis zu einer Million Franken bereit. Die Messe Schweiz und die Sozialpartner haben ein Vorgehen ausgehandelt, wie beim «Baselworld»-Auf- und Abbau rund 20 Prozent aller Firmen und Selbständigen kontrolliert werden sollen.

Für den Zentralsekretär der Gewerkschaft Unia, Hans-Ulrich Scheidegger, ist die Uhrenmesse 2013 der «Lackmustest für die flankierenden Massnahmen».