BASF-Areal im Kleinbasel weckt Gelüste

BASF hat Ende April angekündigt, dass sie das Areal bei der Dreirosenbrücke auf Kleinbasler Seite verkaufen will. Das eröffnet urbanistische Perspektiven und weckt Wünsche, wie das Areal künftig genutzt werden soll.

Fassade des BASF-Hauptsitzes bei der Dreirosenbrücke.

Bildlegende: Das BASF-Areal Klybeck steht zum Verkauf. zVg

Die Vorstellungen, wie das Areal genutzt werden könnte, gehen zum Teil weit auseinander. Das rot-grüne Lager zum Beispiel möchte die Bevölkerung mitreden lassen und schlägt vor, dass dort günstige Wohnungen gebaut werden sollen.

In die Diskussion eingeschaltet hat sich jetzt Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin. Und dabei hat er solchen Erwartungen einen Dämpfer versetzt. An einer Podiumsdiskussion betonte Brutschin, der Kanton habe das klare Interesse, das ganze Areal  in der Industrie-Zone zu belassen.

Linke wollen Teil des Areals für gemeinnützigen Wozhnungsbau

Diese Aussagen lösen im Quartier und im linken Politlager Unverständnis aus. «Das Areal wäre gut geeignet für gemeinnützigen Wohnungsbau», sagt die grüne Grossrätin Anita Lachenmeier gegenüber dem Regionaljournal SRF. Man müsse die Industrie ja nicht ganz verdrängen: «Die Industrie braucht heute auch nicht mehr so viel Platz wie früher, die Arbeitsplätze sind viel kompakter», so Lachenmeier weiter.Und zumindest die attraktiven Teile des Areals nahe beim Rhein und der Horburgmatte sollten zu Wohnzone gemacht werden.

Das seien Wünsche aus der «Abteilung Schöner Wohnen», bemerkt Brutschin spitz, für die er auch Verständnis habe. «Aber irgendwo muss das Geld verdient werden können, um die Wohnungsmiete zu bezahlen.» Deshalb wolle die Regierung auf dem Areal Industrie-Tätigkeit ansiedeln, die auch die Region wirtschaftlich voranbringe.