Lieferengpass bei Impfstoffen Basler Ärztinnen und Ärzte müssen Ihre Impfungen rationieren

Eine Spritze

Bildlegende: Grosse Impfstofflager: Basel kommt im Vergleich mit anderen Kantonen gut weg. Keystone

Engpässe bei Impfstofflieferungen sind ein weltweites Problem. Während immer mehr Menschen auf Impfungen angewiesen sind, produzieren immer weniger Firmen diese Impfstoffe. «Diese Monopolstellung der Hersteller ist problematisch für die ganze Lieferkette», sagt der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen.

Auch in Basel spürt man im Moment die Engpässe bei der Impfstofflieferungen. Den Ärztinnen und Ärzten wird empfohlen, nur in dringenden Fällen zu impfen. «Wenn beispielsweise jemand seine Tetanusimpfung auffrischen möchte, aber noch genügend Zeit hat, dann verschieben die Ärzte dies auf später.» In Notfällen seien so noch genügen Impfdosen vorhanden.

Teilweise käme es auch vor, dass die Impfungen nur noch in Kombinationen mit anderen Stoffen vorhanden sind. Dann passiere es, dass Patientinnen und Patienten auch Impfungen erhalten, die sie eigentlich nicht brauchen. «Das ist nicht optimal», sagt Steffen. Gesundheitlich seien diese Kombinationsimpfungen aber unbedenklich.

Vorteil Basel

Im Vergleich mit anderen Kantonen sei man in Basel aber insgesamt gut versorgt. Das liege vor allem an den beiden grossen Impfstofflagern in der Stadt, jene des Tropen und Public-Health-Instituts und des Schulmedizinischen Dienstes. «Diese Lager sind eine Art Puffer», sagt Steffen.

Schweizweit dürfte sich die Situation im Spätsommer entspannen, dann werden die nächsten Lieferungen erwartet.

Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr