Basler Anne Frank Fonds im Streit mit der Anne Frank Stiftung

Zwischen dem Anne Frank Fonds mit Sitz in Basel und einer Stiftung in den Niederlanden ist ein Streit über einen Teil des Vermächtinisses von Anne Frank entbrannt. Es geht um die Rückgabe von Dokumenten, die seit 2007 in Amsterdam liegen.

Bild von Anne Frank und handgeschriebener Text auf Niederländisch

Bildlegende: Eine Postkarte von Anne Frank mit ihrer Handschrift Keystone

Das Anne Frank Haus gehört zu den Touristenmagneten der Stadt Amsterdam. In dem Haus an der Prinsengracht versteckte sich Anne Frank während des Zweiten Weltkriegs und beschrieb diese Zeit in ihrem weltberühmten Tagebuch.

Zwischen der Anne Frank Stiftung in Amsterdam und dem Anne Frank Fonds in Basel ist nun ein Rechtsstreit ausgebrochen.

Es geht um Briefe, Dokumente und Objekte, die als Leihgaben nach Amsterdam gingen und die der Fonds jetzt zurückfordert.

Wem gehören die Dokumente?

«Das Eigentum ist in einem Testament festgelegt», sagt Yves Kugelmann, Stiftungsrat des Anne Frank Fonds in Basel. Der Anne-Frank-Fonds ist in Basel domiziliert, weil der Vater von Anne, Otto Frank, nach seiner Befreiung aus dem KZ bis zu seinem Tod im Jahre 1980 in Basel lebte.

Bei der Anne-Frank-Stiftung ist man jedoch der Meinung, dass die Eigentumsverhältnisse der Briefe und Dokumente nicht genau geklärt sind. Nun wird sich ein holländisches Gericht mit dem Fall beschäftigen. Nach einer Einigung sieht es derzeit nicht aus.