Basler baden wieder wie im Mittelalter

Im Pharmaziehistorischen Museum lassen sich während der Badewoche viele mittelalterlich verwöhnen – mit Kräutern, Massagen und viel Hingabe der Angestellten.

Hof in der Basler Altstadt: Im Vorgerdrund sitzen zwei Menschen in einer grossen Holzwanne. Im Hintergrund sieht man eine Frau, die gerade in den Brunnen steigt.

Bildlegende: Baden, schröpfen und im Brunnen kneippen - die Badewoche desd Pharmaziehistorischen Museums war ein voller Erfolg. SRF

«Wollen Sie Rosenblätter, Ringelblüten oder Lavendel?», so die verheissungsvolle Frage von Bademeister Philippe Wanner. Wir sind im Innenhof des Pharmaziehistorischen Museums Basel. Ich sitze in einer alten Holzwanne mit warmem Wasser, entscheide mich für Ringelblume und bekomme zusätzlich ein paar Rosenblätter «weil die so gut riechen.» Und tatsächlich verbreitet sich sogleich ein angenehmer Rosenduft. Ganz so, wie vor 800 Jahren, als beim Pharmaziehistorischen Museum schon einmal eine Badeanstalt war. Damals benutzte man diese vor oder nach einer Operation oder auch nur zur Körperhygiene, erklärt Philippe Wanner.

Das Pharmaziehistorische Museum führt Badewochen schon seit einigen Jahren durch. Die aktuelle geht am Samstag zu Ende. «Für uns ist das jeweils der Höhepunkt des Jahres», sagt Wanner. «Baden und sich verwöhnen lassen gefällt den Menschen eben.» Und vielleicht gefiel es manchen in diesem Hitzejahr noch ein bisschen besser als sonst - die Wassertemperatur, die kann man nämlich selbst wählen. Und beim folgenden Kneippbad im Brunnen, kann man sich auch nach einem warmen Bad angenehm abkühlen.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)