Basler Bekenntnis zum Herzstück der Regio S-Bahn

Der Vorwurf, dass vor allem das Baselbiet vom Herzstück der Regio S-Bahn profitieren würde, stimme nicht. Das sagen Verkehrspolitiker aus Basel-Stadt. Sie wehren sich damit gegen das Referendum, welche Politiker aus verschiedenen Basler Parteien der Rechten und Linken ergriffen haben.

Eine Weiche von Zuggleisen.

Bildlegende: Basel stellt die politischen Weichen für das Herzstück der Regio S-Bahn. Keystone

Es sind Verkehrspolitiker unterschiedlicher politischer Ausrichtung, die sich gegen das Referendum zum Herzstück der Regio S-Bahn wehren. So sagt der Grüne Michael Wüthrich, Präsident der Verkehrs-Kommission: «Das ist ein Projekt für die ganze Nordwestschweiz oder sogar für die ganze trinationale Agglomeration.» Das Argument: Basel-Stadt profitiere in ähnlichem Mass wie Baselland.

Auch von bürgerlicher Seite gibt es ähnliche Töne. LDP-Grossrat Heiner Vischer, der ebenfalls in der Verkehrskommission sitzt, meint ausserdem zum Zeitpunkt des Referendums: «Es wäre besonders schlimm, jetzt den gemeinsamen Weg nicht mehr weiter zu gehen.» Gerade nach dem «Nein» zur Fusions-Abstimmung sollte man solche partnerschaftliche Projekte nicht torpedieren. «Erbsenzählerei» sei jetzt nicht angebracht. Vischer sagt, dass er es nicht falsch findet, dass Baselland zehn Millionen Franken an die Vorstudie für das Herzstück zahlt, während Basel-Stadt 20 Millionen Franken beisteuert.

Es sei wichtig, das Vorprojekt gemeinsam umzusetzen, so Vischer. Dann könne man weiter auf die finanzielle Unterstützung des Bundes beim Bau des Herzstückes setzen. Ob diese Argumente überzeugen, entscheidet am Schluss wohl das Basler Stimmvolk an der Urne.

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)