Basler Bethesda Spital baut Geburtsklinik aus

Ab 2016 wird die Geburtsklinik des Bethesda-Spitals einen neuen Chefarzt samt Team beschäftigen. Dafür stellt das Privatspital 20 zusätzliche Ärzte sowie 30 zusätzliche Hebammen und Pflegefachpersonen an. Diese sollen wie der neue Chefarzt David Hänggi vom Bruderholzspital kommen.

Ab 2016 baut das Basler Bethesda Spital seine Frauenklinik aus. Das heutige Belegarztsystem wird mit einem Chefarztsystem ergänzt. Neuer Chefarzt wird David Hänggi, der bisher am Kantonsspital Baselland (KSBL) am Standort Bruderholz tätig war. Dieser Entscheid sei bereits gefällt worden, bevor die beiden Basel über die geplante Fusion des Kantonsspitals Baselland und des Universitätsspitals Basel informierten .

Das Bethesda Spital wolle für den geplanten Ausbau der Frauenklinik 20 zusätzliche Arztstellen sowie 30 Stellen für Hebammen, Pflegende und weitere Fachkräfte schaffen, sagte Spitaldirektor Thomas Rudin vor den Medien. Bekannt ist, dass nebst Hänggi zwei weitere Ärzte des Bruderholzspitals ins Bethesda wechseln.

«  Leute, die dasselbe tun, sollen auch gleich viel verdienen. »

Thomas Rudin
Direktor Bethesda Spital Basel

Über 30 Angestellten des KSBL hätten inzwischen neue Arbeitsverträge erhalten. Sie werden bis spätestens Ende Oktober entscheiden müssen, ob sie die neue Stelle antreten wollen. Umstritten ist allerdings, zu welchem Lohn die neuen Angestellten arbeiten werden. Direktor Thomas Rudin: «Im Schnitt sind die Löhne gleichwertig. Es kann minime Differenzen geben. Wir wollen aber nicht zwei Lohnsysteme einführen. Wir wollen, dass Leute, die dasselbe tun, auch gleich viel verdienen.»

Die Frauenklinik am Bruderholzspital soll aufgehoben und in jene des Bethesda-Spitals integriert werden. Laut Rudin handelt es sich weder um eine Übernahme noch um eine Auslagerung. Die Gewerkschaft VPOD hatte kürzlich zu einer Kundgebung aufgerufen, an der eine faire Auflösung der Frauenklinik im Bruderholzspital gefordert wurde. Die Angestellten sollen gleiche Bedingungen wie im Kantonsspital Baselland erhalten. Die beiden Institutionen sollen zudem in spezialisierten Bereichen und in der Ausbildung zusammenarbeiten. Dies beschlossen laut Rudin die CEO's der beiden Spitäler. Weitere Gremien müssten diesen Beschluss noch absegnen.