Basler Busfahrer lehnen Zürcher Werbekampagne ab

Mit einer Werbekampagne wollen die BVB das Image ihrer Tram- und Buschauffeure aufpolieren. Die Vorschläge einer Zürcher Werbeagentur wurden von den Mitarbeitenden jedoch zurückgewiesen. Die Agentur habe «den Basler Esprit nicht getroffen», erklären die BVB.

Ein BVB-Bus hält an einer Busstation

Bildlegende: Die BVB will kommunizieren, wie anspruchsvoll der Job der BVB-Chauffeure ist. BVB

Es ist nicht irgendeine Zürcher Agentur, welche die Werbekampagne für die Basler Verkehrsbetriebe hätte umsetzen sollen. Sondern jene, die bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich Werbung für die Zürcher Verkehrsbetriebe macht. Bei den Baslern kamen die Vorschläge der Zürcher Agentur jedoch nicht gut an. «Als wir unseren Mitarbeitenden die ersten Entwürfe zeigten, waren die Reaktionen sehr schlecht», beschreibt Dagmar Jenny, Mediensprecherin der BVB. Die Chauffeure hätten sich nicht wertgeschätzt, sondern verunglimpft gefühlt. Die Kampagne landete daher im Papierkorb.

Basler Agentur kommt zum Zug

Was genau auf den Bildern zu sehen war, wollen die BVB nicht verraten. Auch nicht, wieviel Geld die BVB für die Entwürfe ausgegeben haben. Die betroffene Zürcher Werbeagentur will sich zu ihrer Kampagne ebenfalls nicht äussern.

Dafür verraten einige BVB-Chaffeure, wie die geplante Werbekampagne ausgesehen hätte. Auf einem Plakatentwurf sei beispielsweise ein FCB-Tram voller FCZ-Fans abgebildet gewesen mit dem Slogan: «Die BVB nehmen wirklich jeden mit.» Ein anderes Plakat habe einen Seifenkistenfahrer gezeigt mit der Botschaft: Es zeige sich schon früh im Leben, wer ein BVB-Chauffeur werde. Die BVB-Mitarbeiter empfanden dieses Plakat als «kindisch».

Weil die Zürcher Kampagne für die BVB ein Flop war, soll es nun eine Basler Agentur richten und die Imagekampagne entwerfen. «Wir sind sehr glücklich, dass wir eine Basler Agentur gefunden haben, die uns versteht und die den Basler Spirit erfassen kann», so BVB-Sprecherin Dagmar Jenny.