Basler Erziehungsdepartement bleibt beim Rauswurf

Das Basler Erziehungsdepartement kommt nicht auf seinen Entscheid zurück, die Stellen von zwei Sozialpädagogen der Kriseninterventionsstelle zu streichen. Diese hatten kurz vor ihrem Rauswurf eine markante Lohnerhöhung erhalten.

Sozialpädagogin hilft einem Primraschulkind beim Lösen einer Aufgabe

Bildlegende: Wenn ein Kind sich zum Beispiel bei der Hausaufgabenhilfe immer wieder verweigerte, kamen die Sozialpädagogen zum Ein... Keystone

Wenn man sparen müsse, sei das nicht schön. Dies erklärt Dieter Baur, Leiter Volksschulen Basel-Stadt. Aber es sei eine Realität. Deshalb habe man auch die Stellen von zwei Sozialpädagogen der Kriseninterventionsstelle streichen müssen. Dieselben Mitarbeiter hatten keinen Monat zuvor fast tausend Franken mehr Lohn erhalten. Dies im Rahmen der allgemeinen Überprüfung der Löhne von Kantonsangestellten, der so genannten Systempflege.

«Dass in diesem speziellen Fall zeitlich zwei diametral entgegen gesetzte Aussagen aufeinander trafen - nämlich zuerst eine Lohnerhöhung und nachher wird der Vertrag nicht mehr verlängert - ist tatsächlich nicht besonders schön», sagt Baur. Trotzdem sieht er keine Möglichkeit, den Betroffenen beim Kanton eine andere Stelle anzubieten. Man habe ihnen aber die Stelle nicht etwa gestrichen habe, weil sie schlechte Arbeit geleistet hätten, im Gegenteil, deshalb könnten sie sich auch wieder auf Stellen beim Kanton bewerben.

Beratung fällt weg

Die beiden Sozialpädagogen arbeiteten bei der Kriseninterventionsstelle. Dort kamen sie immer dann zum Einsatz, wenn zum Beispiel ein Kind beim Mittagstisch immer wieder tobte. Sie standen diesen Kindern aber auch den Betreuerinnen und Betreuer der so genannten Tagesstruktur mit Tat und Rat zur Seite. In dieser Tagesstruktur werden Kinder ausserhalb der eigentlichen Schule betreute, etwa am Mittagstisch oder nach der Schule.

Die Beratung dieser Fachleute durch die beiden Sozialpädagogen fällt jetzt weg. Für Dieter Baur ist dies nicht problematisch, denn bei der Tagesstruktur arbeiteten alles Fachleute. Zudem sei man jetzt daran zu prüfen, wie diese Fachleute weiterhin unterstützt werden könnten. Wie dies konkret passieren soll, ist aber noch völlig unklar. Klar ist nur: Die beiden Sozialpädagogen werden es nicht mehr sein.

(Regionaljournal Basel, 07:32 Uhr)