Basler Finanzdirektorin kündigt Sparpaket an

Die Basler Regierung schnürt ein Sparpaket für 60 bis 80 Millionen jährlich. Dies erklärte die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog an der Präsentation des Budgets für nächstes Jahr. Der Kanton will damit den Steuerausfall wegen der Unternehmenssteuerreform II kompensieren.

Eva herzog vor PP-Präsentation

Bildlegende: Erstmals seit 2004 rechnet Basel-Stadt das nächste Jahr mit roten Zahlen. Juri Weiss

Jahrelang präsentierte die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog zuverlässig schwarze Zahlen, doch jetzt rechnet sie damit, dass der Kanton nächstes Jahr rote Zahlen schreiben wird. Konnte Sie in der letzten Rechnung noch einen Überschuss von 85 Millionen verbuchen, so rechnet sie für 2015 mit einem Defizit von 30 Millionen Franken.

Das ist ungewohnt für Basel. Ungewohnt auch die Massnahme gegen dieses Defizit: Die Regierung schnürt ein Sparpaket. Sie will damit jährlich 60 bis 80 Millionen Franken einsparen, wie Eva Herzog ankündigte. Wie und wo genau gespart werden soll, liess sie offen. Klar ist bis jetzt erst, dass die Regierung nicht einfach überall sparen will, sondern schwerpunktmässig grössere Ausgabeposten streichen möchte.

Damit reagiert die Basler Regierung auf die Steuerausfälle wegen der Unternehmenssteuerreform II. Basel-Stadt habe allein deshalb 74 Millionen Franken weniger Steuern eingenommen.

Der veröffentlichte Voranschlag des Budgets sieht einen Aufwand von 3,75 Milliarden Franken vor. Das entspricht einem Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zum laufenden Jahr. Beim Ertrag rechnet Basel-Stadt mit einer Zunahme von 2,5 Prozent auf 3,84 Milliarden Franken.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)