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Basel Baselland Basler Frauenbad Eglisee verbietet weite Burkinis

Für das Frauenbad im Basler Eglisee gelten strengere Bekleidungsvorschriften. Ausserdem dürfen Kinder nicht mehr ins Frauenbad. So soll es wieder attraktiver für Ruhe suchende Frauen werden. In den letzten Jahren sorgten religiöse Musliminnen aus dem Elsass für viel Aufruhr.

Legende: Video «Regeln für Frauenbad Eglisee» abspielen. Laufzeit 3:00 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 28.04.2016.

Frauen dürfen «oben ohne», im Bikini, im Badeanzug und im enganliegenden Burkinis ins Wasser. Nicht mehr erlaubt sind hingegen weite Burkinis. «Wir konnten diese nicht mehr von der Strassenbekleidung unterscheiden», sagt Peter Howald, Leiter des Basler Sportamts, zum Entscheid. Und deshalb habe man weite Kleidung aus hygienischen Gründen jetzt verboten.

Neu steht das Frauenbad auch nur noch über 16-Jährigen offen. Mütter dürfen Säuglinge nur noch bis ins Krabbelalter mitnehmen. Bisher durften Mütter ihre Kinder mitnehmen; Buben ab dem 6. Altersjahr war der Zutritt jedoch immer schon verboten. Zur Durchsetzung dieser Regeln wird im Frauenbad vermehrt weibliches Personal eingesetzt. Auf die neuen Regeln machen Piktogramme auf Plakaten und Flyern an der Kasse und bei den Eingängen zum Frauenbad aufmerksam. Damit die Neuerungen auch bei den Musliminnen im Elsass bekannt werden, wurde die Basler Muslim-Kommission eingeschaltet. Sie soll die meist nicht deutschsprachigen Frauen informieren.

Mit Cars angereist

Mit den neuen Regeln wollen die Behörden verhindern, dass weiterhin strenggläubige Musliminnen per Car aus dem angrenzenden Frankreich anreisen. Zuletzt waren an Spitzentagen 500 Frauen und Kinder ins «Fraueli» gekommen. Das Eglisee ist nicht nur das einzige Basler Bad, das eine separate Liegewiese biete, sondern auch ein Schwimmbecken, in welchem ausschliesslich Frauen baden dürfen, erklärte Peter Howald.

Zu Konflikten kam es, weil einige Frauen erwarteten, ein «muslimisches Frauenbad» vorzufinden. Sie waren entsetzt, als sie männliches Personal oder Frauen, die «oben ohne» badeten, auf dem Gelände entdeckten. Versuche mit einer Mediatorin zu vermitteln blieben meistens ohne Erfolg, sagt Howald.

5 Kommentare

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  • Kommentar von elize naude (elize)
    so jetzt ist das idee auch baden gegangen... in dubai laufen die meiste frauen ohne burka & verschleierung und hier wir so ein tam tam veranstaltet!!!
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  • Kommentar von Erwin Jenni (ej)
    Na, dann geht zurück wo ihr hergekommen seit. Ich kann es nicht mehr hören, wenn wir für eine religiöse Minderheit Ausnahmen zulassen, die uns nur Probleme aufhalsen. Die Zeit ist gekommen, all die, die eine Sonderregelung wünschen, daran zu erinnern, dass sie gehen können und nicht länger bei uns bleiben müssen! Es geht sehr gut ohne Kulturen, die sich weigern, unsere Lebensweise zu akzeptieren!
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  • Kommentar von Enairam Doremi (Enairam Doremi)
    Das wird aber auch Zeit! Diese Kleider im Bassin sind ja bestimmt nicht sehr hygienisch und seit ich denken kann, ist das "Fraueli" im Eglisee für Frauen in/ab einem bestimmten Alter oder mit einem aussergewöhnlichen körperlichen Äusseren bestimmt gewesen so soll es auch bleiben! Es gibt nämlich bei uns auch 85-jährige die gerne noch schwimmen würden, sich aber im Familienbad genieren! Diese Zuzügerinnen aus dem Elsass sollen sich doch bitte dort ein Bad bauen lassen.
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