Basler Gewerbeverband fordert zehn konkrete Massnahmen

Weniger Gebühren und Verwaltungsstellen, die auch am Abend geöffnet sind. Das sind zwei Massnahmen, die der Gewerbeverband Basel-Stadt und der Arbeitgeberverband Basel von der Basler Regierung im Kampf gegen den starken Franken fordern.

Vor der Rheingasse steht ein Strassenschild, das teilweise mit Klebband überdeckt ist.

Bildlegende: Auch bei der Umsetzung des Basler Verkehrskonzepts fordert der Gewerbeverband Änderungen. Keystone

Die Aufhebung des Euromindestkurses der Schweizerischen Nationalbank Mitte Januar dieses Jahres sei gleichbedeutend mit einem Erdbeben für die KMU in der Region Basel. Die Schweizer Unternehmen seien aufgrund des starken Frankens massiv benachteiligt, sagen die Basler Wirtschaftsverbände.

Deshalb fordern der Gewerbeverband und der Arbeitgeberverband die Regierung auf, Massnahmen zu ergreifen. Damit sollen die Spiesse der Unternehmen in der Region Basel wieder gleich lang werden wie diejenigen aus dem deutschen oder dem französischen Raum.

«Abendverkauf» bei den Behörden

Konkret sollen die Gebühren, welche für die hiesigen KMU anfallen, gesenkt oder ganz abgeschafft werden. Ausserdem soll die Regierung die Parkplatzsituation verbessern, indem sie beispielsweise das Parkieren im Parkhaus verbilligt.

Weiter soll die Verwaltung ihre Öffnungszeiten auf den Abend ausdehnen. Das heisst: Die Verwaltungsstellen sollen teilweise auch am Abend geöffnet sein, so das Arbeitnehmerinnen und -nehmer nicht während den Arbeitszeiten zur Verwaltung gehen müssen, um beispielsweise eine Pass zu erstellen.

Die Forderung von tieferen Gebühren und KMU-freundlicher Umsetzung des Parkregimes, sind nicht neu. Weil die Menschen in der Region seit der Aufhebung des Euromindestkurses aber sensibilisiert sind auf Themen wie das «Lädelisterben» und den «Einkaufstourismus», besteht für die Wirtschaftsverbände eine grössere Chance, dass ihre Anliegen im Zuge dieser Solidaritätswelle Gehör finden.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)