Basler Gewerbeverband gibt Julian Eicke eine Absage

Bei den Basler Ständeratswahlen gilt Anita Fetz klar als Favoritin. Eine Gegenkandidatur kommt vom Jungfreisinnigen Julian Eicke. Während dieser auf die Unterstützung aller bürgerlichen Jungparteien zählen kann, sieht es bei den Mutterparteien und den Wirtschaftsverbänden anders aus.

Portrait von Julian Eicke

Bildlegende: Der Basler Ständeratskandidat Julian Eicke kann nicht auf eine breite Unterstützung der Wirtschaftsverbände setzen. zvg

Julian Eicke ist Mitglied der Jungfreisinnigen und vertritt wirtschaftlich liberale Werte. Man könnte meinen, die Wirtschaftsverbände sollten auf den 24-jährigen setzen. Bis jetzt unterstützt seine Kandidatur aber bloss der Basler Arbeitgeberverband.

Eine Absage kommt von einem der wichtigsten Verbände, dem Basler Gewerbeverband. Der Verband habe sich aus zwei Gründen so entschieden, sagt Gabriel Barell, Direktor des Gewerbeverbands: «Erstens unterstützen wir Kandidaturen nur, wenn alle bürgerlichen Parteien dahinterstehen. Und zweitens muss es eine klare Erfolgschance geben.» Beide Punkte seien bei Eicke nicht geben, sagt Barell. Ähnlich klingt es auch bei der Handelskammer beider Basel.

Die Unterstützung von Verbände ist für Kandidaten wichtig. Einerseits unterstützen diese oft den Wahlkampf der Kandidaten. Anderseits können Verbände eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, Wähler zu mobilisieren.

Moralische Unterstützung

Auch bei den bürgerlichen Parteien fällt das Bild unterschiedlich aus. Die CVP beispielsweise unterstützt Eicke. «Wir unterstützen unsere Jungpartei und diese unterstützt Julian Eicke», sagt Andrea Strahm, Parteipräsidentin der Basler CVP.

Auch die direkte Mutterpartei, die FDP, steht hinter ihrem Schützling. Parteipräsident Daniel Stolz sagt aber auch: «Klar ist aber, dass der Lead für diesen Wahlkampf bei den Jungparteien und Julian Eicke liegt.» Es sei nicht die Kandidatur der Mutterparteien betont Stolz.

Die Basler SVP dagegen unterstützt seine Kandidatur nicht, weil sie bisher nicht offiziell gar angefragt wurde. Geschehe das noch, sei man einer Unterstützung nicht abgeneigt, sagt der Parteipräsident der Basler SVP, Sebastian Frehner.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)