Basler Kaserne soll «Ein Haus für alle» sein

Ein Basler Architekturbüro hat den Wettbewerb zur Öffnung der Kaserne zum Rhein hin und zur Gesamtsanierung der Anlage gewonnen.

Das Siegerprojekt zeigt einen beleuchteten Kasernen-Neubau

Bildlegende: Das Siegerprojekt: «Ein Haus für alle» des Basler Architekturbüros Focketyn del Rio Foto zVg

Unter 39 Vorschlägen hat sich beim Architektur-Wettbewerb zur Um- und Neugestaltung der Kaserne in Basel das lokale Büro Focketyn del Rio durchgesetzt. Und zwar mit dem Projekt «Ein Haus für alle. Und das neue». Das Siegerprojekt biete nach Einschätzung der Jury die besten Voraussetzungen, die gesteckten Projektziele zu erreichen. Das schreiben die zuständigen Bau- und Verkehrs- sowie das Präsidialdepartement in einer Mitteilung.

Rücksicht auf Grossveranstaltungen

Auf eine grosszügige Öffnung zum Rhein hin verzichtet das Siegerprojekt, eine der Vorgaben, dies auch aufgrund der ganzen Vor-Diskussion, die sich in Basel über Jahre hingezogen hatte. Wichtig sei auch, dass «Ein Haus für alle. Und das neue» auf wichtige Grossveranstaltungen auf dem Areal wie z.B. das Basel Tattoo oder die Herbstmesse Rücksicht nehmen würde, urteilt die Jury. Andererseits verändert das Siegerprojekt das jetzige Weichbild des Kasernen-Baus nur sehr gemässigt, was Stadtpräsident Guy Morin gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF als «mehrheitsfähig» bezeichnet.

Guy Morin betonte im weiteren an der Medienkonferenz auch, dass «Ein Haus für alle. Und das neue» auch den Zugang vom Rhein her via einem Foyer möglich mache, was neue Denkweisen schaffen würde.

Der Umbau und die Umnutzung der Kaserne sollen ab 2016 erfolgen, die Kosten wurden mit insgesamt 30 Millionen Franken veranschlagt.

Der Architekturwettbewerb war vom Grossen Rat beschlossen worden und stützte sich auf einen Gegenvorschlag der Basler Regierung zur Initiative «Öffnung zum Rhein» des Komitees «Kulturstadt jetzt», die anschliessend zurückgezogen wurde.