Basler Kinder bewegen sich mehr dank «Burzelbaum»

Kinder sollen sich schon so früh wie möglich und soviel wie möglich bewegen. Dies ist das Ziel des Projekts «Burzelbaum», das vor 10 Jahren an Basler Kindergärten eingeführt wurde. Nun ist das Projekt in 17 Kantonen in der ganzen Schweiz erfolgreich.

Kinder in Turnhalle

Bildlegende: Bewegung ist nicht nur in der Schule und im Kindergarten wichtig, sondern auch schon früher. Keystone

Die Berichte von Kindergärtnerinnen über Kinder, die nicht mal mehr einen «Burzelbaum» machen können, waren der Auslöser für das Projekt. Lukas Zahner, Initiant und Professor für Sportwissenschaften an der Uni Basel erinnert sich im Interview mit dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF an die Anfangszeit des Projekts: «Wir haben uns aufgrund dieser Berichte überlegt, wie man Kinder spielerisch zu mehr Bewegung animieren kann.»

Darauf entstand im Jahr 2004 in acht Basler Kindergärten das Projekt «Burzelbaum». Dass das Projekt in einer Stadt wie Basel lanciert wurde, sei laut Lukas Zahner kein Zufall. Hier gäbe es Quartiere mit wenig Grünflächen und Bewegungsmöglichkeiten. «Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich die Kinder im Kindergarten respektive in der Krippe oder in der Spielgruppe mehr bewegen», so Zahner. Auch Kindergärten oder Krippen mit wenig Platz im Freien eigneten sich für das Bewegungsprogramm.

Auch in Kindergärten mit wenig Platz

Ziel von «Burzelbaum» ist es, Kindern möglichst viel und vielfältig Bewegung zu ermöglichen und sie zu ermutigen, ihrem Körper zu vertrauen. Deshalb werden zum Beispiel Bewegungsräume eingerichtet oder Seile, Schaukeln, Hängeleitern und Kletterwände montiert

Unterdessen läuft das «Burzelbaum»-Projekt in 17 Kantonen in der Schweiz. Das 10-Jahr-Jubiläum wurde am Samstag in Basel im Rahmen einer Tagung gefeiert.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)