Basler Kirchen sollen Türen für Flüchtlinge öffnen

Im alten Sigristenhaus der Pfarrei Heiliggeist im Basler Gundeldingerquartier zieht eine syrische Grossfamilie ein, die vor dem Krieg im eigenen Land geflohen ist. Nun sollen auch andere Kirchgemeinden diesem Vorbild folgen, findet die Basler Asylkoordinatorin Renata Gäumann.

Ruth Meyer vor Hauseingang

Bildlegende: Heisst die Flüchtlinge hier demnächst willkommen: Ruth Meyer von der Pfarrei Heiliggeist. SRF

Der Platz für Asylsuchende und Flüchtlinge ist derzeit in Basel sehr knapp. Grund: Immer mehr Flüchtlinge kommen aus Kriegsgebieten in die Schweiz und müssen hier untergebracht werden, auf der anderen Seite stehen den Behörden nur begrenzt Liegenschaften zur Verfügung. Deshalb ist der Kanton um jede weitere Möglichkeit froh.

Ein Beispiel, das Schule machen könnte, ist das ehemalige Sigristenhaus der katholischen Pfarrei Heiliggeist im Gundeldingerquartier. In das leerstehende Gebäude wird in den nächsten Tagen eine neunköpfige syrische Grossfamilie einziehen.

Und zwar eine Familie, die schon seit ein paar Monaten in Basel lebt, die Gepflogenheiten kennt und die auch bereits ein bisschen Deutsch kann.

Für Renata Gäumann, Asylkoordinatorin des Kantons Basel-Stadt ein Glücksfall. Sie hofft denn auch, dass das Beispiel Schule machen wird und auch andere Kirchen und Glaubensgemeinschaften bald nachziehen und die Türen ihrer Häuser für Flüchtlinge öffnen.

(ernb, Regionaljournal Basel 17.30 Uhr)