Basler Linke will Skulpturhalle retten

Der Kanton will die Unterstützung für das Antikenmuseum ab 2017 um 200'000 Franken kürzen. Das Museum müsste deshalb seine Skulpturhalle an der Mittleren Strasse schliessen. Das will SP-Grossrat Leonhard Burckhardt mit einem Budget-Postulat verhindern.

Zwei klassische Statuen

Bildlegende: Muss das Antikenmuseum die Skulpturhalle schliessen? Keystone

Für SP-Grossrat Leonhard Burckhardt ist klar, dass die Schliessung der Skulpturhalle ein grosser Verlust für Basel wäre. Die Sonderausstellung der Skulpturhalle würden mit ihrem aktuellen Bezug ein breites Publikum ansprechen. Zudem sei die Skulpturhalle auch für die Forschung wichtig mit ihren Kopien des Parthenons, des grössten Tempels der griechischen Antike.

Burckhardts Rats- und Parteikollegin Sybille Benz macht zudem geltend, dass die Skulpturhalle zusammen mit dem Antikenmuseum ohnehin in ein paar Jahren in den Berribau umziehen werde. Deshalb mache es - auch finanziell - keinen Sinn, für diese Zeit eine Zwischenlösung zu suchen.

Parkhausbaustelle als Problem

Es gibt aber auch einen ganz praktischen Grund, weshalb eine Schliessung der Skulpturhalle für das Antikenmuseum ein echtes Problem darstellen würde: Wegen des geplanten Kunstmuseum-Parkhauses steht das Antikenmuseum demnächst jahrelang an einer Grossbaustelle.

«Unter diesen Bedingungen wäre es sehr schwierig, Leihgaben für eine Sonderausstellung zu bekommen», sagt Direktor Andrea Bignasca. «Mit einer Baustelle vor dem Haus hätten uns die Griechen die Leihgaben für die gegenwärtige Antikythera-Ausstellung nie gegeben.» Deshalb sei das Antikenmuseum in den kommenden Jahren auf die Skulpturhalle angewiesen, um mit Sonderausstellungen dorthin auszuweichen.

(Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr)