Basler Margarethenpark soll umgestaltet werden

Der Margarethenpark am Fuss des Bruderholz ist eine wichtige Naherholungszone für das Gundeldingerquartier. Nun will die Basler Stadtgärtnerei diesen Park aufwerten. Nicht ohne Folgen: Die acht Tennisplätze am Rand des Parks sollen früher oder später verschwinden.

Luftaufnahme Park

Bildlegende: Der Margarthenpark von oben - unten rechts sind die Tennisplätze - oben links die Kunsteisbahn. Google

Die Basler Stadtgärtnerei hat grosse Pläne mit dem Margarethenpark. Dieser soll wieder so gestaltet werden wie vor über 80 Jahren. Ein Park zum Flanieren und für die Kinder zum Spielen. «Wir versuchen mit Hilfe alter Pläne den Zustand von 1930 wieder herzustellen», erklärt Roland Wiedmer, Projektleiter in der Stadtgärtnerei. So soll der Wald gelichtet und damit ein Ausblick auf die Stadt möglich werden.

Aber nicht nur Bäume sollen gefällt werden, auch die Tennisplätze an der Gundeldingerstrasse im Westen des Parks sollen früher oder später verschwinden. «Die Tennisplätze haben mit dem Park nichts zu tun», hält Emmanuel Trueb, Leiter der Stadtgärtnerei, fest. Das Gebiet soll wieder der Allgemeinnutzung zugeführt werden, sagt Trueb.

Der Pachtvertrag mit dem betroffenen Tennisclub BLTC läuft im übernächsten Jahr aus. Dort hat man über die Pläne der Stadtgärtnerei selbstverständlich keine Freude. «Wir sind dort seit unserer Gründung 1907 zuhause und fühlen uns wohl», erklärt Clubpräsident Peter Odenheimer. Die Bevölkerung habe genügend Platz für ihre Freizeitbedürfnisse.

«  Wir sind dort seit unserer Gründung 1907 zuhause und fühlen uns wohl. »

Peter Odenheimer
Präsident BLTC

Ob der Club tatsächlich weichen muss, steht noch nicht fest. Ebenso wenig wie die Zukunft der Kunsteisbahn, die sich ebenfalls am Rand des Margarethenparks befindet. Die Basler Regierung hat vor kurzem bekannt gegeben, dass eine Schliessung der «Kunschti» nicht ausgeschlossen ist. Dies käme auch der Stadtgärtnerei gelegen. Denn auch die Kunsteisbahn ist den Verantwortlichen der Stadtgärtnerei ein Dorn im Auge.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)