Basler «Montessori Kinderhaus» wagt Neuanfang – ohne CMS

Vor zwei Jahren stand es schlecht um das «Montessori Kinderhaus». Der grösster Geldgeber, die Christoph Merian Stiftung, beschloss damals, den privaten Kindergarten nicht mehr zu unterstützen. Jetzt wagen die Kindergärtnerinnen einen Neuanfang.

Zwei Kinder sitzen auf dem Boden auf einem Kissen, in der Mitte sitze die KIndergärtnerin. Alle schauen in eine Richtung und scheinen jemandem zuzuhören.

Bildlegende: Simone Panosetti mit Kindergärtnern in der Morgenrunde. SRF

Um überleben zu können, musste das «Montessori Kinderhaus» mehr einnehmen und gleichzeitig die Kosten senken. Nur so konnte die Institution den Ausfall von rund 400'000 Franken jährlich wett machen, erzählt die Kindergärtnerin, Simone Panosetti. So viel hatte die Christoph Merian Stiftung bis vor zwei Jahren jährlich bezahlt und damit rund die Hälfte des Budget des Kindergartens bestritten.

Ärmere Familien müssen mehr bezahlen

Neu müssen die Eltern tiefer in die Tasche greifen, um ihre Sprösslinge in den privaten Montessori Kindergarten zu schicken. Auch wenn die Preise vom Einkommen abhängig sind, sind vor allem Eltern mit tiefen Löhnen betroffen. Die Kindergärtnerin Simone Panosetti: «Der Minimalbetrag war viel tiefer, als er jetzt ist.» Ursprünglich kostete die Morgenbetreuung von Montag bis Freitag für Eltern mit einem kleinen Einkommen 250 Franken; jetzt liegt der Preis bei rund 500 Franken.

Mit diesen Preisen ist das «Montessori Kinderhaus» leicht teurer als andere private Kindergärten. Als die Christoph Merian Stiftung noch an den Kindergarten zahlte, gehörte es zu den günstigeren privaten Kindergärten. Familien mit tiefem Einkommen werden sich jetzt wohl zwei mal überlegen müssen, ob sie es sich leisten können, ihr Kind in diesen Kindergarten zu schicken.

Ob das «Montessori Kinderhaus» langfristig überleben wird, wird sich in rund einem Jahr weisen. So lange wollen sich Simone Panosetti und ihre Kollegen Zeit geben.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)