Basler Museum für Wohnkultur appelliert an Gaumen und Auge

Eine kleine, aber fein gestaltete Dauerausstellung im Basler Museum für Wohnkultur, das zum Historischen Museum gehört, zeigt auf, wie die neuen Genussmittel Kaffee, Tee und Tabak im 17. und 18. Jahrhundert die bürgerlichen Salons auch in Basel eroberten.

Eine Kaffeetasse mit einem Porträt und einem verzierten Halter.

Bildlegende: Kaffeetassen eroberten ab dem 17. Jahrhundert auch Wohnstuben in Basel. Foto Historisches Museum Basel

Die neue Dauerausstellung «Genuss für Gaumen und Auge» im Haus zum Kirschgarten zeigt auf, wie ab dem 17. und auch im 18. Jahrhundert die neuen Heissgetränke Kaffee und Tee, aber auch der Tabak die bürgerlichen Wohnstuben auch in Basel eroberten. Die Ausstellung im Museum für Wohnkultur setzt dabei nicht zuletzt aufs Visuelle: auf schön verzierte Kaffee- und Tee-Tassen ebenso wie auf liebevoll gestaltete Tabak-Dosen.

Weil die beiden Kuratorinnen Sabine Söll-Tauchert und Margret Ribbert auch aufzeigen wollen, wie die neuen Genussmittel auch die bessere Basler Gesellschaft eroberten, haben sie an den Wänden auch Porträts von Vertreterinnen und Vertreter des Basler Besitzbürgertum abgebildet. «Bei einem Gemälde aus dem Jahre 1775 sieht man im Vordergrund sogar einen Samowar abgebildet», erzählt Margret Ribbert. Wegen der langen Handelswege waren diese Genussmittel sehr teuer, was bedeutete, dass sie sich nur die reichen Familien überhaupt leisten konnten.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)