Basler Orchester können auch ohne feste Subvention leben

Ab 2016 kann nur noch das Sinfonie-Orchester mit einer fixen staatlichen Unterstützung budgetieren. Die basel sinfonietta und das Kammerorchester Basel haben jedoch keine Angst, dass dadurch ihre Existenz bedroht ist. Sie sollen für ihre Projekte und ihr Programm unterstützt werden.

Streicher des Sinfonieorchesters im Einsatz.

Bildlegende: Nur noch das Sinfonieorchester bekommt fixe jährliche Subventionen. Juri Weiss

Der Kanton Basel-Stadt stellt ab 2016 die Orchesterförderung auf neue Beine. Neu soll nur noch das Sinfonie-Orchester eine fixe jährliche Subvention bekommen - derzeit sind das 8 Millionen Franken. Die anderen Orchester werden nur noch Programm und Projekt bezogen unterstützt.

Bei der Sinfonietta und dem Kammerorchester, die bisher ebenfalls mit festen Subventionen budgetieren konnten, macht man sich jedoch keine Sorgen. Thomas Wehry von der Sinfonietta begrüsst sogar das projektbezogene Fördersystem: «Wir wollen gute Programme machen, wir sind gut aufgestellt.»

Kammerorchester erspielt schon heute Teil des Budgets selber

Gleich tönt es beim Kammerorchester Basel. Geschäftsführer Marcel Falk betont, die Subventionen würden nur 15 Prozent des Budgets ausmachen. «Den grössten Teil der Einkommen erspielen wir auf unseren Tourneen. Wir spielen in den grössten Konzertsälen in Europa.» Von den 85 Konzerten pro Jahr würden nur deren 10 in Basel stattfinden.

Marcel Falk sieht im neuen Fördermodell auch eine grosse Chance: «Wir können vielleicht vermehrt als Botschafter von Basel in Europa auftreten.» Die Qualität des Kammerorchesters sei gut. Vielleicht läge finanziell sogar etwas mehr drin.