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Basel Baselland Basler Parlament überweist Petition zur Tagesbetreuung

Eine Petition von Eltern und Mitarbeitenden fordert bessere Arbeitsbedingungen in der Tagesbetreuung. Das Kantonsparlament ist gespalten darüber, wie mit der Forderung umzugehen sei. Mit 45 zu 39 Stimmen hat der Grosse Rat die Petition aber an die Regierung überwiesen.

Drei kleine Kinder beim Essen, betreut von einer jungen Frau.
Legende: Zu einer guten Kinderbetreuung gehört auch gesundes gemeinsames Essen. Colourbox

Der Basler Grosse Rat hat die Petition an die Regierung überwiesen. Das heisst, die Regierung muss innert eines Jahres Stellung nehmen. Der Grosse Rat war gespalten: Die Petition wurde mit 45 zu 39 Stimmen überwiesen. Heidi Mück von Grünem Bündnis plädierte für die Überweisung. Es gehe darum, dass die Regierung Stellung nehme zu diesem Anliegen: «Ich bitte Sie, die Türe offen zu lassen».

Umsetzung sei schwierig

Die Petition mit über 3000 Unterschriften wurde im letzten Herbst eingereicht. Sie fordert unter anderem mehr ausgebildetes Personal in der Tagesbetreuung. Die Anforderung an die Betreuerinnen sei in den letzten Jahren laufend grösser geworden und mit ihnen auch die Belastung. Der heutige Schlüssel zwischen ausgebildetem Personal - etwa die Hälfte - und Praktikantinnen sei nicht mehr realistisch.

Hansjörg Lüking von der Abteilung Jugend,Familie Sport im Basler Erziehungsdepartement relativiert: «Nicht für alle Aufgaben in der Tagesbetreuung braucht es ausgebildetes Personal.» Dazu komme, dass man die Forderungen der Petition schon deshalb nicht erfüllen könnte, weil gar nicht genügend ausgebildetes Personal auf dem Markt sei. Und schliesslich würde eine Umsetzung der Forderung die Tagesbetreuung massiv verteuern.

Mehr Ausbildungsplätze

Das Personalproblem in der Tagesbetreuung wurde vom Kanton schon länger erkannt. Er will ihm mit einer Ausbildungsoffensive begegnen - konkret: 20 Ausbildungsplätze mehr, dafür 20 Praktikumsplätze weniger.

Der Kanton habe jedoch nur für die Rahmenbedingungen und die Einhaltung der Qualitäts-Standards zu sorgen. Die Umsetzung sei jedoch in der Hand der privaten Organisationen. Der Kanton könne sich nur einschalten, wenn die Qualitäts-Standards nicht eingehalten würden. Das sei jedoch nicht der Fall, die Petition sei aus der Befürchtung heraus entstanden, dass das passieren könnte.

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