Basler Politiker bedauern Baselbieter Theater-Entscheid

Der Entscheid der Baselbieter Regierung, dem Theater Basel in den nächsten Jahre nicht mehr als die bereits gesprochenen 4,5 Millionen Franken zu geben, stösst bei Basler Politikerinnen und Politiker auf teilweise harsche Kritik. Es gibt aber, vor allem bei bürgerlichen Vertretern, auch andere Töne.

Die Front des Schauspielhauses in Basel, davor ein parkiertes Auto

Bildlegende: Wie soll das Theater den Ausfall von zusätzlichen Beiträgen aus dem Baselbiet kompensieren? Keystone

Die Enttäuschung über das «Nein» aus Liestal für mehr Geld ans Theater Basel ist bei Basler Politikerinnen und Politiker ziemlich einhellig. Am klarsten kommt sie bei Martina Bernasconi, Grossrätin der Grünliberalen, zum Ausdruck: «Das ist ein klarer Fehlentscheid mit einer fatalen Symbolwirkung.»

Aber auch der Fraktionspräsident der SP im Grossen Rat, Stephan Lüthi-Brüderlin, betont, hätte die Baselbieter Regierung die Erhöhung befürwortet, wäre das genau die vertiefte Partnerschaft gewesen, die Fusionsgegner vor der Abstimmung vom 28. September so eindringlich beschworen hätten.

«Die Uni ist wichtiger als das Theater»

Es gibt aber auch andere Stimmen, vor allem auf bürgerlicher Seite. So betont LDP-Präsidentin und Grossrätin Patricia von Falkenstein, bei aller Enttäuschung sei es für sie wichtiger, dass Basel-Land seinen finanziellen Verpflichtungen bei den Bildungs-Institutionen wie etwa der Uni nachkomme. Ausserdem sei jetzt eben auch das Theater selber gefordert, nach kreativen Lösungen zu suchen. Eine Forderung, der auch SVP-Grossrat Patrick Hafner einiges abgewinnen kann.

Und Patricia von Falkenstein wehrt sich auch dagegen, jetzt laut darüber nachzudenken, gemeinsame Projekte mit Basel-Land platzen zu lassen, wie zum Beispiel das Herzstück: «Jetzt gilt es, unter die Fusionsabstimmung einen Schlussstrich zu ziehen und vorwärts zu schauen.»

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)