Basler Politiker läuten das Wahljahr 2016 ein

Am Neujahrs-Apéro der Basler Regierung wurde ein Thema heiss diskutiert: Schaffen es die Bürgerlichen, bei den Regierungswahlen im Herbst eine Mehrheit zu erlangen? Dazu wäre ein gemeinsames Viererticket nötig. Noch stehen aber nicht alle Kandidaten fest.

Blick von oben auf die Gästeschar

Bildlegende: Gäste am Neujahrsempfang der Basler Regierung stossen auf das Wahljahr 2016 an. Juri Weiss

Im Volkshaus begrüsste die Basler Regierung am Montagabend rund 500 Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Politik. Gerade für die Politiker dürfte das Jahr 2016 ein spezielles sein: Im Herbst wählen die Baslerinnen und Basler ein neues Parlament und auch eine neue Regierung.

Bürgerliche wollen Mehrheit

Nach 12 Jahren mit rot-grüner Mehrheit wollen die Bürgerlichen nun einen Angriff starten. «Ich habe die Hoffnung, dass wir dieses Jahr im Regierungsrat eine bürgerliche Mehrheit erlangen», so FDP-Grossrat Christophe Haller. «Dafür brauchen wir natürlich gute Kandidatinnen und Kandidaten, damit ein gemeinsames Viererticket funktioniert».

Bereits gesetzt sind die beiden bisherigen bürgerlichen Regierungsräte Baschi Dürr (FDP) und Lukas Engelberger (CVP), die wieder antreten. Offen ist hingegen, wer für die Nachfolge von Christoph Eymann (LDP) kandidiert. Der 65-jährige tritt nicht mehr an.

Cramer gilt Favorit

Als Favorit gilt der 37-jährige Conradin Cramer (LDP). Auch linke Politiker unterstützen ihn. So sagt SP-Grossrätin Tanja Soland: «Er hat ein positives Verständnis eines Rechtsstaats. Darum kann ich ihn mir gut als Regierungsrat vorstellen.» Aber auch Patricia von Falkenstein (LDP) kann sich eine Kandidatur vorstellen.

Offener ist hingegen, wen die SVP ins Rennen schickt. Während Grossrat Joel Thüring nichts von einer Kandidatur wissen will, sagt sein Parteikollege Patrick Hafner: «Mich würde dieses Amt sehr reizen». Die Entscheidung, wer tatsächlich antritt liegt aber nicht alleine bei der SVP. Bei einem Viererticket müssen auch die anderen bürgerlichen Parteien die Kandidatur unterstützen.

Gelingt der Schulterschluss der Bürgerlichen?

Dass die Bürgerliche Zusammenarbeit grundsätzlich klappt, ist wahrscheinlich. Nach dem Debakel bei den Ständeratswahlen im Herbst - es gelang den Bürgelichen nicht, einen gemeinsamen Kandidaten zu finden - scheinen alle Parteien entschlossen, sich zusammenzuraufen. Doch auch wenn die Zusammenarbeit klappt, ist es unwahrscheinlich, dass es der SVP auch gelingt, tatsächlich einen Regierungssitz zu erobern.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)