Basler Polizisten kämpfen mit der Sprachbarriere

Die Polizisten im Dreiländereck zeigen sich zufrieden mit der Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg. Allerdings haben viele in der täglichen Arbeit mit dem Französisch zu kämpfen.

Ein Polizist von Hinten mit einer Waffe auf dem man ein Schweizerkreuz sieht.

Bildlegende: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Polizei Keystone

Der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr begrüsste die Anwesenden an der Medienkonferenz auf Französisch. Doch längst nicht alle Basler Polizisten sprechen so gut Französisch wie der Sicherheitschef, aber auch im Elsass können viele Polizisten kein Deutsch. Dies erschwert die Zusammenarbeit.

Dabei ist gerade das Dreiländereck für Diebesbanden oder Einbrecher attraktiv. So verhaftete die französische Polizei dieses Jahr eine Einbrecherband, die im Elsass ihre Zelte aufgeschlagen hatte, aber in der Region Basel auf Diebestour ging. Um solche Banden dingfest machen zu können, sei eine Zusammenarbeit über die Landesgrenze nötig.

Jede Polizei tickt anders

Das ist aber gar nicht so einfach. Denn jedes Land ist anders organisiert. Im Elsass gibt es zum Beispiel die Police, aber auch die Gendarmerie Nationale, in Südbaden die Bundes- und die Landespolizei, in der Schweiz die Kantonspolizei oder die Grenzwache. Alle Organisationen sind anders aufgebaut und haben andere Aufgaben.

Deshalb sei es neben der Sprache auch wichtig, eine andere Polizei kennen zu lernen, sagte Oberstleutnant Patrick Kessler von der Gendarmerie Nationale. Nur so kenne man die Ansprechpartner auf der anderen Seite der Grenze.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)