Basler Polizisten protestierten vergeblich

Seit Wochen kämpfen Basler Polizistinnen und Polizisten dafür, dass ihnen die Regierung eine Zulage doch nicht streicht. Der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr macht den Polizisten allerdings keine Hoffnungen: Die Regierung werde auf ihren Entscheid nicht zurückkommen.

Polizisten aufgereiht auf der Strasse riegeln eine Strasse ab.

Bildlegende: Basler Polizisten im Einsatz an der OSZE-Konferenz. Keystone

Der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr sagte im Grossen Rat, die Regierung werde ihren Entscheid nicht überdenken und die Streichung der Zulage für Polizistinnen und Polizisten nicht rückgängig machen. Damit stiess er beim liberalen Grossrat André Auderset auf Unverständnis: Er sei noch selten so unbefriedigt gewesen von einer Antwort auf einen seiner Vorstösse, sagte Auderset.

Auch der Präsident des Basler Polizeibeamtenverbandes, Pascal Eisner, sagte, dies sei für ihn nicht nachvollziehbar: «Regierungsrat Baschi Dürr sagt zwar, es bestünden Lohnunterschiede zu Nachbarkantonen, diese seien aber akzeptabel.» Regierungsrat Baschi Dürr erklärte, der Lohn für Polizisten im Kanton Basel-Stadt sei tatsächlich etwas tiefer als in anderen Kantonen. Allerdings sei die Regierung zum Schluss gekommen, dass ein Lohn von zwischen 90 und 100 Prozent des durchschnittlichen Lohns, welcher auf dem Arbeitsmarkt bezahlt werde, akzeptabel sei.

Pascal Eisner hingegen warnt davor, dass viele Polizisten und Polizistinnen das Basler Polizei-Korps wieder verlassen würden. Die Fluktuation habe tatsächlich zugenommen, sagte Sicherheitsdirektor Baschi Dürr, allerdings auf tiefem Niveau. «Wenn wir Mühe bekommen sollten, offene Stellen zu besetzen oder Plätze in der Polizeischule nicht besetzen könnten, dann müssen wir über die Bücher gehen.»

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)