Basler Regierung sieht kein Problem in Feldreben-Verflechtungen

Die Basler Regierung wusste nicht von personellen Verflechtungen zwischen der Projektleitung der Deponie Feldreben und dem Sanierungsprojekt Bonfol. Sie sieht aber kein oder nur ein beschränktes Risiko für einen Interssens-Konflikt.

Luftbild des Muttenzer Feldrebenareals mit der Deponie etwa in der Bildmitte - noch unter dem Asphalt.

Bildlegende: Muttenzer Feldreben-Areal aus der Luft - etwa in der Bildmitte unter dem Asphalt die Deponie. Google

Die Basler Regierung nimmt in einer Antwort auf einen Vorstoss des Grünen Grossrats Michael Wüthrich Stellung zu Vorwürfen, die Ende Januar erhoben wurden. Diese betreffen den Projektleiter Bernhard Matter und die Sekretärin des Runden Tisches für die Sanierung, Franziska Ritter.

Gegen beide erhob die «Allianz Deponien Muttenz» den Vorwurf, sie stünden in Zusammenhang mit der Deponie-Sanierung Bonfol im Interesse der Chemischen Industrie: Franziska Ritter als Verwaltungsrats-Präsidentin der BCI Betriebs AG, die für die Basler Chemie-Firmen die Deponie Bonfol saniert. Und Bernhard Matter über die ebenfalls in Bonfol tätige Firma CSD.

Die Basler Kantonsregierung gesteht jetzt ein, dass sie von diesen Verbindungen nicht oder nur teilweise gewusst habe. Im Fall von Projektleiter Matter sieht sie aber keinen Interessens-Konflikt. Und bei Franziska Ritter sei dieses Risiko überschaubar, da sie als Sekretärin des Runden Tisches keine Entscheidungskompetenzen habe.