Basler Regierung will kein Kraftwerk auf der Chrischona

Ein Pumpspeicherkraftwerk am Chrischona-Hügel bleibt Fiktion: Die Basler Regierung beantragt, einen entsprechenden Vorstoss der EVP abzuschreiben, weil er unrealistisch sei. Die Bewilligung für die nötige grossflächige Rodung wäre kaum zu bekommen.

Luftbild Chrischonaturm

Bildlegende: Chrischonaturm mit Chrischona-Siedlung. Hier ein Kraftwerk zu bauen sei unrealistisch, so die Regierung. Google

Der Grosse Rat hatte den Anzug im November 2012 überwiesen. Der Vorstoss regt an, den Rhein anzuzapfen und mittels eines 180 Meter höher zu bauenden Beckens Strom dann zu produzieren, wenn man ihn braucht - eine Art kantonale Grossbatterie.

Laut Regierung wären für das Oberbecken mindestens zehn Hektaren Bettinger Wald zu roden und in unmittelbarer Nähe ersatzweise wieder aufzuforsten. Dafür eine Bewilligung zu bekommen, wären die Chancen «verschwindend klein».

Sinnvoller wären entsprechende Investitionen an einem besser geeigneten Standort, «zum Beispiel in den Bergen». Der Hochrhein wird bereits heute von einem Pumpspeicherkraftwerk im Schwarzwald genutzt, jenem bei Bad Säckingen (D).