Basler Schaufensterkultur im Museum Kleines Klingental

Das Museum Kleines Klingental beleuchtet die Geschichte der Basler Schaufenster, von den ersten Schaufenstern im 19. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert. Und zeigt wie Schaufenster das Gesicht der Stadt verändert und bis heute prägen.

Der Blick aus dem Schaufenster raus auf Kinder und Erwachsene, die herein schauen.

Bildlegende: Sehnsüchtige Blicke in ein weihnachtlich geschmücktes Schaufenster (1962). Staatsarchiv BS, Hans Bertolf

Schaufenster prägen das Stadtbild der europäischen Städte, auch das von Basel. Die Ausstellung führt die Besucherinnen und Besucher durch eine Art Einkaufspassage durch die Zeit. Zu sehen sind Fotos von Schaufenstern aus einer anderen Zeit. Aus den Anfängen, wo Ladenbesitzer ihre Waren im Schaufenster bis oben auftürmten. Bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wo nicht mehr die Ware im Zentrum stand, sondern eine Geschichte, wo das Schaufenster von Dekorateuren künstlerisch und spielerisch bespielt wurde, nicht von den Ladenbesitzern selber, sondern von ausgebildeten Dekorateuren. Kuratiert ist die Ausstellung von Ruth K. Scheel. Sie ist Gestalterin und Dozentin an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel.

Flaniermeile Freie Strasse

Die Ausstellung «Schaufensterkultur. Inszenierte Warenwelt in Basel» zeigt verschiedene Gesichter der Stadt und thematisiert auch wie sich Basel durch die neuen und grösseren Schaufenster verändert hat. Bestes Beispiel ist die Freie Strasse, diese wurde Anfang 20. Jahrhundert grosszügig umgestaltet, rund 50 Häuser wurden abgerissen, die Strasse wurde verbreitert. Infolge verteuerte sich der Bodenpreis um 76%.

Das Handwerk der Schaufenstergestalter

Die Ausstellung würdigt nicht zuletzt die Kunstfertigkeit und auch die Kreativität der Dekorateurinnen und Dekorateure. Die Fotografien geben Einblick in eine Zeit, in der die Geschäfte ihr Schaufenster mehr als heute als Visitenkarte nutzten.