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Basel Baselland Basler Tramchauffeure müssen Französisch lernen

Ende 2017 sollen die ersten Basler «Drämmli» von Basel nach St. Louis fahren. An die Verlängerung der Tramlinie 3 zum Bahnhof in St. Louis knüpfen die französischen Behörden jedoch zahlreiche Auflagen. Unter anderem müssen sich die BVB-Wagenführer auf Französisch unterhalten können.

Tram 3 in der Burgfelderstrasse
Legende: «Parlez-vous français?» - Tramchauffeure, die über die Grenze fahren, müssen in Zukunft Französisch sprechen. zvg

«Où est la gare?» - auf diese Frage müssen Basler Wagenführerinnen und Wagenführer in Zukunft eine Antwort geben können und zwar auf Französisch. Verlangt wird eine «einfache Konversation auf Französisch», erklärt BVB-Mediensprecher Benjamin Schmid.

Grund dafür sind Auflagen der Behörden in Frankreich. Damit ein Schweizer Tram in Frankreich verkehren darf, müssen jedoch auch noch zahlreiche weitere Vorschriften eingehalten werden. Die meisten betreffen aber nicht das Personal sondern die Fahrzeuge, also die Trams.

SOS-Knöpfe und Bremslichter

«Die Hürden sind relativ hoch», sagt Schmid. So müssen wie auch in Deutschland sämtliche Trams mit Bremslichtern ausgestattet sein. Zudem verlangen die französischen Behörden, dass an allen Türen SOS-Knöpfe installiert sind und die Beschriftungen auch auf Französisch angebracht sind. Bei den Trams der neusten Generation, den sogenannten Flexity-Fahrzeugen, sind viele dieser Auflagen bereits umgesetzt - beispielsweise die SOS-Gegensprechanlage.

Aber wie steht es um die Französischkenntnisse des BVB-Personals? «Dies klären wir nun ab», sagt Schmid. Wer noch nicht auf dem geforderten Stand ist, müsse gegebenenfalls die Schulbank drücken. Ob alle rund 600 Basler Wagenführer in den Französischkurs müssen oder nur ein Teil, sei derzeit noch offen.

Zeit ist noch genügend vorhanden: Die ersten Basler Trams fahren voraussichtlich erst Ende 2017 über die französische Grenze.

Legende: Video «Spatenstich für neue Tramlinie 3 von Basel nach Frankreich» abspielen. Laufzeit 3:02 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 23.11.2015.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Zwei Bemerkungen zu dieser Bedingung aus Frankreich: Es ist leider eine Tatsache, dass die Franzosen (und auch die offiziellen Aemter, öV's-Unternehmen oder Geschäftsleute) nur eine Sprache sprechen: Französisch! Ich kenne das aus meiner Berufszeit (Delle, Pontarlier, usw.) Wer nicht französisch sprechen konnte, war "niemand"! Dass die BVB sich dermassen finanziell engagieren mit Ausbauten ins Ausland, ist nicht ganz nachvollziehbar! Die Schweiz ist überall eine richtige "Melkkuh" geworden!
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  • Kommentar von Patrik Christmann (Politik für die Schweizer)
    Das Problem mit der Sprache lösen wir doch ganz einfach. Es gibt ja genug Franzosen die perfekt französisch sprechen. Die Trambetriebe stellen einfach Franzosen ein. In der Schweiz genügt eine Landessprache. Da sind wir in CH zum Glück ja flexibel.
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  • Kommentar von Patrik Christmann (Politik für die Schweizer)
    Zuerst hat der CH-Steuerzahler das Trämle nach Deutschland finanziert, damit in DE günstig eingekauft werden kann und Deutsche noch einen Verkehrsweg mehr haben für den Arbeitsweg in CH. Jetzt noch ein Mal das Gleiche mit FR. Der Bund hat den DE & IT schon die NEAT-Zubringer mit hunderten Millionen finanziert als Darlehen à fonds perdu getarnt, weil sich DE & IT um die zugesagte Finanzierung foutieren. Und immer bezahlt CH mit Bückling & ohne Gegenleistung.
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