Basler Uni-Rektor Antonio Loprieno tritt zurück

Antonio Loprieno kündete seinen Rücktritt auf Ende Juli 2015 zuerst in einer Mail an die 13'000 Studierenden der Universität Basel mit. Am Montag Morgen teilte er seinen Entscheid den Medien mit. Loprieno begründet, auf Beginn der nächsten Leistungsperiode 2017 solle eine neue Kraft die Uni führen.

Portraitbild Loprieno

Bildlegende: Hört im Sommer 2015 auf: Uni-Rektor Antonio Loprieno Keystone

Der Rücktritt des amtierenden Rektors kommt überraschend. Noch 2012 war Loprieno für eine dritte Amtszeit bis 2018 bestätigt worden. Nun gab er am Sonntag Abend den Uni-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern sowie allen Studierenden seinen Rücktritt per Juli 2015 bekannt.

In der offiziellen Medienmitteilung der Uni vom Montag begründet Loprieno seinen Schritt, der Uni gehe es sehr gut, daher sei es der richtige Zeitpunkt, um zu gehen. Zudem wolle er, dass seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger bereits vor Beginn der nächsten Leistungsperiode der Uni von 2017-2021 im Amt ist und diese Periode auch selber mitgestalten kann.

Im Interview mit dem Regionaljournal erläutert Loprieno, die Universität als Ort der Erneuerung müsse auch an der Spitze regelmässig von frischen Kräften angeführt werden. Nach rund zehn Jahren sei darum der Zeitpunkt für ihn da, Platz zu machen.

«Fusionsabstimmung hat überhaupt keinen Einfluss gehabt»

Dass sein Rücktritt am Sonntag des Neins zur Kantonsfusion erfolgt, habe keinen Zusammenhang. «Die Abstimmung hatte keinen Einfluss auf meinen Entscheid!» betont Antonio Loprieno im Interview. Er befürchte auch nicht, dass sich das Klima zwischen den beiden Basel so verschlechtern könnte, dass die Finanzierung der Uni leiden könnte. Der Staatsvertrag zwischen den beiden Basel sei so gut, dass die Zukunft der Universität gesichert sei.

Antonio Loprieno ist seit 2000 Professor für Ägyptologie an der Universität Basel. Seit 2006 amtiert er als Rektor der Universität.