Steigende Patientenzahlen Basler Unispital macht mehr Gewinn und Umsatz

Das Universitätsspital Basel (USB) konnte im vergangenen Jahr bei erneut gestiegenen Patientenzahlen den Umsatz um vier Prozent auf rund eine Milliarde Franken steigern.

Unispital aussen

Bildlegende: Das Basler Unispital verzeichnete 2016 mehr Patientinnen und Patienten als im Jahr zuvor. Keystone

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Gewinn des Spitals stieg 2016 um 87 Prozent auf 13 Millionen Franken.
  • Das USB führt den Erfolg auf mehr Patienten, mehr Effizienz und höhere Tarife zurück.
  • Auch bei der Zahl der Patientinnen und Patienten legte das USB weiter zu.
  • Am stärksten zugelegt haben die Zuweisungen aus den Kantonen Aargau
    und Baselland.
  • Der Notfall musste mit gleicher Infrastruktur und Personal mehr als 2500 Patienten behandeln

Besonders grossen Zulauf vermeldet das USB aus Baselland: Dessen Anteil stieg um 9,5 Prozent auf über 10'000 stationäre Fälle, zumeist aus dem Unterbaselbiet. Überproportional war die Zunahme nach Sparten betrachtet beim Notfall mit einem Plus von 6,3 Prozent.

Wann das USB bei weiter zunehmendem Andrang am Anschlag sein wird, mochte USB-Direktor Werner Kübler nicht festlegen. Die aktuelle Infrastruktur sei jedenfalls «extrem knapp».

Dauerthema Notfall

Auf der Notfallstation habe sich die Situation in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dank besseren Abläufen konnte die durchschnittliche Wartezeit in den letzten fünf Jahren von rund 45 Minuten auf eine Viertelstunde gedrückt werden. Die Behandlungsdauer liegt heute knapp unter vier Stunden.

Allerdings stiegen diese Zeiten letztes Jahr bereits wieder leicht an und auch in den kommenden Jahren rechnet das Unispital mit einem ähnlichen Zuwachs an Patienten wie in der Vergangenheit «Wir müssen jedes Jahr mit Prozessoptimierungen etwa 2 Prozent gewinnen», sagt Notfall-Chefarzt Roland Bingisser.

Entspannung ab 2026

Allerdings: Früher oder später würde der Notfall des Unispitals an die Grenzen stossen. Umso wichtiger ist deshalb, dass dem Neubau des Klinikum 2 unterdessen nichts mehr im Weg steht. «Mit dem Klinikum 2 haben wir von heute auf morgen viel mehr Kapazitäten», sagt Bingisser. Dann sei man auch bereit, die Patienten des Notfalls im Bruderholzspital aufzunehmen, der aufgehoben werden soll.

«  Der Notfall Bruderholz wird ja nicht von heute auf morgen geschlossen. »

Robert-Jan Bumbacher
VR-Präsident Unispital Basel

Bis zu diesem Zeitpunkt müsse allerdings auf dem Bruderholz ein 24-Stunden-Notfall garantiert sein. Aber das sei in der gemeinsamen Spitalplanung mit dem Kantonsspital Baselland so vorgesehen: «Der Notfall Bruderholz wird ja nicht von heute auf morgen geschlossen. Das ist ein Prozess von fast zehn Jahren, während dem wir die notwendige Infrastruktur aufbauen», sagt Verwaltungsrats-Präsident Robert-Jan Bumbacher.