Basler Verkehrsbetriebe wollen keine Strassenmusik im Tram

Sie spielen Panflöte in der Freien Strasse oder Akkordeon vor dem Basler Bahnhof SBB: Strassenmusiker, die mit ihren Klängen auf eine kleine Spende von Passanten setzen. In der kalten Zeit suchen sie sich einen warmen Ort und finden diesen oft auch in Tram oder Bus. Nicht alle haben Freude daran.

Mann mit Accorden auf dem Rücken geht auf der Strasse. man sieht ihn nur von hinten.

Bildlegende: Die Basler Verkehrsbetriebe rufen ihre Fahrgäste auf, Strassenmusikern, die im Tram spielen, kein Geld zu geben. Keystone

Die Strassenmusiker lösen meistens eine Tageskarte und fahren per Tram quer durch die Region. Die Musik im Tram freue zwar einzelne Fahrgäste, weitaus mehr würden sich jedoch daran stören, heisst es bei den Basler Verkehrsbetrieben (BVB). Vor allem, weil sich Fahrgäste genötigt fühlen, etwas zu bezahlen.

Bei den BVB sind die Strassenmusiker deshalb keine beliebten Fahrgäste. Aus dem Tram werfen könne man sie aber nicht, sagt BVB-Mediensprecherin Jelena Dobrivojevic: «Wir können das Musizieren in Tram und Bus nicht verbieten. Dafür haben wir keine rechtliche Grundlage.» Die BVB setzen darum auf eine Durchsage. Mit dieser Durchsage fordern sie ihre Fahrgäste auf, den Musikern kein Geld zu geben.

«  Wir können das Musizieren nicht verbieten. Dafür haben wir keine Rechtsgrundlage »

Jelena Dobrivojevic
Mediensprecherin BVB

«Nur solange sie Geld bekommen, bleibt es für die Musiker attraktiv, im Tram zu spielen», sagt Dobrivojevic.

In den meisten Fällen würden die Musiker nach dieser Durchsage aussteigen. Oft würden sie danach aber gleich wieder ins nächste Tram einsteigen und dort weiter musizieren. Sollte sich ein Fahrgast arg belästigt fühlen, könne es auch sein, dass der Chauffeur nach dem Rechten schaue, heisst es von den BVB.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)