Besetzer wollen in der Villa Rosenau bleiben

Nach dem Brand am Samstag ist rund die Hälfte des Gebäudes zerstört. Einige Bewohner wollen das Haus jedoch wieder aufbauen.

Rund die Hälfte der Villa Rosenau ist ausgebrannt.

Bildlegende: Rund die Hälfte der Villa Rosenau ist ausgebrannt. SRF

Die Villa Rosenau ist ein Politikum in Basel. Seit neun Jahren wird das Haus im St. Johann illegal besetzt. Immer wieder haben bürgerliche Politiker die Räumung gefordert, da das Haus dem Kanton gehört.

« Wir bleiben hier und bauen die Villa wieder auf. »

Nach dem Brand vom Sonntag sieht die Villa Rosenau von aussen unbewohnbar aus. Dennoch wohnen weiterhin drei Besetzer im Haus. Und sie erklären im Gespräch mit dem «Regionaljournal»: «Wir bleiben hier und bauen die Villa wieder auf.»

Dabei stellt sich jedoch die Frage: Wie sicher ist es, in einem Haus zu wohnen, das nach dem schweren Brand einsturzgefährdet sein könnte? Die Basler Behörden wollten dazu am Montag keine Stellung nehmen.

Im Zusammenhang mit der Villa Rosenau gibt es im Moment ohnehin mehr offene Fragen als Antworten. Unklar ist bislang beispielsweise die Brandursache. Die Staatsanwaltschaft rechnet mit Ergebnissen bis Ende Woche.

In der Villa Rosenau sind mehrere Räume verkohlt und verrusst.

Bildlegende: In der Villa Rosenau sind mehrere Räume verkohlt und verrusst. SRF

Unklar ist auch die Zukunft der Villa Rosenau. Der Regierungsrat schrieb kürzlich in einer Antwort auf einen Vorstoss im Grossen Rat: Er missbillige die Besetzung, wolle das Gebäude jedoch erst abreissen, wenn das Areal anderweitig genutzt werde. SVP-Präsident Sebastian Frehner hofft, dass der Kanton nun, nach dem Brand, das Haus abreisst. «Das fordern wir schon lange - jetzt könnte der Brand die ganze Sache beschleunigen.»