Bikefestival - Weltmeister und Olympiasieger neben Amateuren

Das «Bikefestival Basel» bringt Sportprominenz mit «Bike - Begeisterten» an einem Anlass zusammen. Neben Weltmeister Nino Schurter aus der Schweiz standen dieses Jahr gleich vier Olympiasieger am Start. Die Eliterennen wurden ergänzt durch Plauschrennen.

Die Sandbahn des Schänzli mit Bikern, die sich für ihr Rennen einfahren. Im Hintergrund die Zeltstadt mit, rechts ein Teil der Sprungrampe.

Bildlegende: Biker statt Pferde auf dem Schänzli in Muttenz Biker fahren sich ein für das Rennen auf dem Schänzli. SRF

Ein Höhepunkt des Anlasses war gleich zu Beginn das Eliterennen der Herren. Weltmeister Nino Schurter schlug bei strömendem Regen Doppelolympiasieger Julien Absalon. Das Rennen war brisant, da es der letzte Leistungstest vor den Weltmeisterschaften in Südafrika war. Die Weltmeisterschaft findet in einer Woche statt. Bei den Eliterennen der Frauen waren neben der Lokalmatadorin Katrin Leumann aus Riehen gleich drei Olympiasiegerinnen am Start.

Spitzensport boten auch die Slopestyler. Von einer 14 Meter hohen Rampe fuhren sie auf eine Schanze. Mit ihren Saltos vorwärts und rückwärts und den Drehungen begeisterten sie das Publikum.

Das «Bikefestival Basel» soll ein Anlass bleiben, der die Weltelite mit den Amateuren und allen Bike-Freunden auf einem Sportplatz vereint. Aus diesem Grund setzt Organisator Christoph Jenzer auch auf Teile wie die «Bike Challenge».

Ausflug in die Landschaft

Bei diesem Teil des Festivals geht es in erster Linie um die Freude am Biken. Es ist kein Rennen, sondern eine Tour. In verschiedenen Leistungskategorien sollen verschiedene Gemeinden des Kanton Baselland durchfahren werden. Die Zeit spielt dabei keine Rolle.

Die Gemeinde Muttenz tat sich lange schwer mit den Bikern in ihren Wäldern. Ausgerechnet in dieser Gemeinde trifft sich nun regelmässig am grössten Anlass in der Nordwestschweiz die ganze Bike-Familie. «Kein Problem mehr», sagt Bürgergemeindepräsident Hans-Ulrich Studer. «Dank dem Trial sind Spaziergänger, Biker und Rösseler voneinander getrennt.» Die Reklamationen hätten merklich abgenommen.

Biker wollen bei Lösung des Problems mithelfen

Die Biker Szene selbst möchte auch zur Lösung des Problems beitragen. Auf speziell ausgelegten Strecken sollen Biker ihren Sport ausüben können, fordert Christoph Jenzer. «Wir sind bereit, den Bau sogenannter Bike Trials aktiv durch Eigenarbeit und auch finanziell zu unterstützen.» Breite Mergelstrassen, auf denen schnell gefahren werden könne, die würden von Bikern sowieso nicht bevorzugt.

Für das Bikefestival verwandelte sich das Schänzli in eine Bike-Arena. Von der grünen Innenfläche blieb kein Quadratmeter unbelegt. Eine Schanze mit Anlauf, ein kleines Minidrome aus Holz und ein Rollballfeld dienten genauso als Wettkampfstätten wie die Pferderennbahn und der angrenzende Wald.