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Basel Baselland Binningen prüft Kabelnetz-Wechsel

Der Gemeinderat von Binningen prüft einen Wechsel des Kabelnetz-Anbieters. Grund dafür ist der Wechsel des Service-Providers beim Kabelnetzanbieter InterGGA. Der Binninger Gemeinderat Urs-Peter Moos befürchtet, dass mit diesem Wechsel auch für die Binninger Kunden das Angebot teurer wird.

Fernbedienung vor TV
Legende: Auf dem Netz der InterGGA gibt es in Zukunft mehr Möglichkeiten - Das Angebot wird aber teilweise auch teurer. Colourbox

Ab 2015 bezieht die InterGGA, der Kabelnetzanbieter mehrerer Gmeinden im Birseck und im Leimental, ihre TV- und Internet-Dienste in Biel. Die Firma Finecom Telecommunications AG hat den Zuschlag erhalten und wird neuer sogenannter Service-Provider der InterGGA, die in der Region 44'000 Haushalte versorgt.

Das Nachsehen hatte die Improware AG aus Pratteln, die bis anhin die InterGGA belieferte. Grund für den Wechsel sei, dass die Finecom über eine grössere Produktepalatte verfügt - insbesondere auf dem Gebiet des digitalen Fernsehens. So biete Finceom zeitversetztes Fernsehen oder eine digitale Videothek über das Kabelnetz. «Wir wollten diese zusätzlichen Produkte unseren Kunden anbieten», erklärt Gregor Schmid, Geschäftsführer der InterGGA AG in Reinach.

Angebot grösser aber teurer

Portraitbild Urs Peter Moos
Legende: Der Binninger Gemeinderat Urs-Peter Moos möchte weg von der InterGGA zvg

Der Binninger Gemeinderat Urs-Peter Moos (BDP) nimmt diese Veränderungen zur Kenntnis. Er befürchtet jedoch, dass durch den Wechsel zur Finecom insbesondere die Internetprodukte teurer würden. Während man heute mit der Firma Improware bereits ab 9.90 Franken pro Monat im Internet surfen kann, liegt der aktuelle Startpreis bei Finecom bei 35 Franken pro Monat.

Gregor Schmid versichert, dass bisherige Kunden im Sinne einer Besitzstandwahrung ihre günstigen Konditionen auch nach dem Wechsel behalten können. Er bestätigt jedoch: «Für Neukunden wird das Abo verbunden mit einer Leistungserhöhung leicht teurer.» Die definitiven Abo-Preise stünden noch nicht fest.

Signal aus Pratteln?

Für den Binniger Gemeinderat Urs-Peter Moos ist der Preis ein entscheidendes Argument. Er bringt das Thema deshalb in den Gemeinderat ein. Dieser soll dann über einen möglichen Wechsel zu einem anderen Anbieter diskutieren. «Möglich wäre, dass wir das Signal von der GGA Pratteln beziehen oder von der Firma UPC Cablecom», so Moos gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Ausser in Binningen seien solche Überlegungen in anderen Gemeinden jedoch kein Thema, sagt Gregor Schmid. «Binningen steht mit dieser Meinung alleine auf weiter Flur.»

2 Kommentare

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  • Kommentar von Florian Zemp, Birsfelden
    Bedauerlich, ein Wechsel von einem regionalen, in der Region verankertem Unternehmen zu einem nationalen Anbieter, welcher vor allem mit Übernahmen kleinerer Kabelnetzen und hohen Preisen Bekanntheit erlangt hat. Erstaunlich ist dies umso mehr, weil ja die interGGA sich bis vor Kurzem auch die regionale Verankerung und Eigenständigkeit gross auf die Fahne geschrieben hat. Rein technisch kann der Wechselgrund auch nicht sein, Improware bietet via IPTV in 2 Gemeinden VOD und Catchup-TV an.
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  • Kommentar von Michael Perini, Basel
    Hauptsache mehr, mehr mehr. Wenn es den Dienstebezügern nicht passt, können sie zur Swisscom gehen und 80.- pro Monat bezahlen. Am Ende haben alle dieselben Leistungen und Preise. Das ist dann Wettbewerb? Internet für 10.- ist der Hammer für ältere Leute (AHV!), das reicht für Skype mit den weniger Mobilen und Mail mit den Enkeln. Heftig für Improware, einfach so abgesägt zu werden. Aber jetzt geht das Geld halt nach Biel, wo es mit Sicherheit bei den Grossen, statt in der Regio landen wird.
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