Binninger schliessen sich zusammen im Kampf gegen Einbrecher

Rund 70 Personen versammelten sich am Montagabend in Binningen. Ihr Ziel: Einbrecher sollen in Zukunft einen Bogen um die Gemeinde machen. Durch mehr Aufmerksamkeit und Nachbarschaftshilfe sollen Einbrüche verhindert werden. Man sei jedoch keine Bürgerwehr, wurde betont.

Publikum vor Leinwand, am Rand Polizisten

Bildlegende: Grosses Interesse am Anlass im Kronenmattsaal. Man will etwas unternehmen gegen die vielen Einbrüche. zvg, Christian Wehrli

Viele der rund 70 anwesenden Binninger haben schon einmal einen Einbruch erlebt. Sie sind verunsichert, wollen sich aber nicht einschüchtern lassen sondern gehen nun in die Offensive.

«Wir wollen, dass man in der Nachbarschaft wieder aufmerksamer ist», sagt Claudia Buser, Mitinitiantin von «Mir luege zue'enand» gegenüber dem «Regionaljournal» auf Radio SRF. Eine aufmerksame Nachbarschaft sei die beste Abschreckung gegen Einbrecher, so Buser.

Das OK von «mir luege zue'enand» betont aber, dass sie keine Bürgerwehr seien. «Es gibt keine Patrouillen, keine Uniformen. Dafür haben wir Buttons und Aufkleber, als Zeichen dafür, dass wir uns organisieren», erklärt Buser.

Beobachtungen der Polizei melden

Die Baselbieter Polizei unterstützt die Initiative der Bürger in Binningen. «Die meisten Festnahmen machen wir nach Hinweisen aus der Bevölkerung», sagt Daniel Weissenberger, Leiter der Sicherheitsabteilung West der Baselbieter Polizei. Niemand kenne die Umgebung besser als die Bevölkerung. Wer in der Nachbarschaft etwas Ungewöhnliches beobachtet, soll dies so rasch wie möglich der Polizei über die Notrufnummer 117 melden.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)