Birsfelden: Lehrer gehen auf die Barrikade

Die Birsfelder Lehrerinnen und Lehrer begehren mit einer Kundgebung auf. Sie setzen damit ein Zeichen gegen die Pensionskassenpläne der Gemeinde. Diese sieht für Birsfelden als erste Gemeinde des Kantons eine eigene Pensionskassenlösung vor. Das gesamte Gemeindepersonal wäre betroffen.

Schulhaus Birsfelden mit leerem Pausenplatz

Bildlegende: Birsfeldner Lehrpersonen wehren sich gegen Leistungskürzungen. zvg

Ein untypisches Bild: Lehrerinnen und Lehrer, die auf dem Schulhausplatz demonstrieren. Dieses wird am Donnerstagmorgen zu sehen sein. Der Grund: Die Lehrerinnen und Lehrer befürchten merklich schlechtere Pensionskassenleistungen.
Diese Tatsache dürfe man nicht einfach so hinnehmen: «Wir müssen ein Zeichen setzen», sagte die Kindergärtnerin Désirée Lang gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Drohende Kündigungswelle?

Der Lehrerverein Baselland unterstützt die Kundgebung. Würden die Stimmbürger tatsächlich den Plänen des Gemeinderates zustimmen, wanderten möglicherweise viele Lehrerinnen und Lehrer ab. Sie gingen in Gemeinden mit besseren Pensionsklassenleistungen, befürchtet der ad interim Präsident Michael Weiss.

Der Birsfelder Gemeindepräsident Christoph Hiltmann kann den Unmut der Lehrer gut verstehen. Doch sei diese Pensionskassenlösung fair. Schliesslich müssten auch die Steuerzahler zur Sanierung der Baselbieter Pensionskasse beitragen. Eine Beteiligung der Gemeindeangestellten erachtet er dementsprechend als fair. «Opfersymetrie sei das ungeliebte Stichwort hierfür ».

Für den Geschäftsführer des Verbands der Baselbieter Gemeinden, Ueli Kräuchi, ist das Vorgehen von Birsfelden kein unnötiges Vorpreschen. Es sei gut denkbar, dass andere Gemeinden auch ihre eigene Pensionsklassenlösung anstrebten, sagte Kräuchi. Dass die Gemeinde Birsfelden die erste Gemeinde mit einer eigenen Lösung ist, erstaune nicht. Birsfelden stecke in einer schwierigen finanziellen Lage.